Abstecher ins Hinterland der Algarve

Von Lagos über Monchique nach Silves

Eigentlich wollten wir an der Algarve ausschließlich an der Küste unterwegs sein. Wir sind von den diversen portugiesischen Städten und Dörfern mehr als gesättigt. Für uns schauen sie jetzt nahezu alle gleich aus. Sie unterscheiden sich lediglich in der Anzahl und Größe der Kirchen bzw. Kathedralen, den zentralen Plätzen und dem Vorhandensein von Burgen und deren Überresten. Sowie natürlich von der Größe der Altstadt und ihren Gassen. Fotos von letzteren sind aufgrund der immer identischen Gestaltung -weiße Häuser mit gelben oder blauen Umrahmungen- beliebig austauschbar. Wir haben uns dann aber doch noch einen Ruck gegeben für eine Runde im Hinterland der Algarve. Meine Befürchtung evtl. vielleicht ein Highlight zu versäumen, war dann doch größer.

Unsere Runde starteten wir in Lagos. Das Navi führt uns von dort an der Autorennstrecke vorbei Richtung Norden. Dann ging es auf der N267 nach Monique. Und von dort über die N266 und 124 nach Silves.

Um es gleich vorweg zu nehmen, wir hätten uns diese Fahrt auch sparen können. Ich weiß, es klingt undankbar. Zudem ist es Jammern auf hohem Niveau. Wir haben allerdings bereits im Norden und in der Mitte Portugals so schöne Landschaften erlebt, dass uns diese Fahrt nicht zu Begeisterungsstürmen verleitete. Lag es an der zugegebenermaßen hochliegenden Messlatte oder am düsteren, wolkenverhangenen Himmel? Wir können es nicht sagen.

MonchiqueDie kleine Altstadt von Monchique ist nicht schöner oder pittoresker als die anderen auch. Das gilt auch für die Bergstraße die zur Ortschaft führt. Wirkliche Besonderheiten waren für uns nicht erkennbar. Sieht man mal von dem scharfen Medronho-Schnaps ab, der an allen Ecken und Enden angepriesen wird. Wer allerdings nur Urlaub an der Algarve macht, für den ist die Fahrt sicherlich reizvoll. Stellt sie doch einen schönen Kontrast zur Küste dar.

Silves, frühere Hauptstadt der Mauren

Silves war im 11. Jahrhundert Hauptstadt der Algarve. Ihre Blütezeit erlebte sie während der arabischen Herrschaft. Davon kündet noch die maurische Festung aus rotem Sandstein. Von einem Besuch der Festung raten wir allerdings ab. Es gibt dort nicht wirklich etwas zu sehen. Man kann lediglich an der Mauer entlanglaufen. Und die Ausblicke von dort oben auf den neueren Bereich der Stadt fanden wir nicht besonders reizvoll.

Durch ein wuchtiges arabisches Stadttor betritt man die ehemalige Medina. In Ihrem Inneren befindet sich neben der Burg auch die Kathedrale und eine kleine Altstadt mit den typischen überall gleich aussehenden engen Gassen. Diese laufen nach unten zum langsam versandenden Rio Arade. Dieser war einst ein wichtiger Handelsweg zum Meer. Heute führt noch eine Fußgängerbrücke auf römischen Fundamenten über den Flusslauf. Von dieser Brücke aus hat man einen schönen Blick auf die über der Stadt thronenden Festung.

Die Sehenswürdigkeiten von Silves liegen sehr nahe beieinander. Wir haben daher alles sehr schnell erkundet. Die Ortschaft war ganz nett, aber auch hier haben uns andere weitaus mehr angesprochen.

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