Château de Quéribus, eine einzigartige Panoramasicht

Bei den vielen Weinbergen, eigentlich ausschließlich Weinbergen, fragen wir uns allerdings wo denn nun das ganze Getreide angebaut wird. Wir sind nämlich während unserer Fahrt an keinem einzigen Getreide-, Mais- oder Rapsfeld vorbeigekommen. In den Corbiéres scheint dies auf jeden Fall nicht zu sein. 

Aufgrund der Unmengen an Weinbergen ist es dann auch nur logisch, dass es für den dort angebauten Wein die eigene Apellation (Bezeichnung) Corbiéres gibt. Um diese Bezeichnung zu erhalten, dürfen die Weine jedoch nicht sortenrein sein, d.h. nicht aus einer einzigen Rebsorte bestehen. Deshalb handelt es sich bei den Weinen mit dieser Apellation immer um Cuvees. Diese Information haben wir im Rahmen einer Weinprobe erhalten. Da sage doch mal einer, dass Wein trinken nicht bildet …

Spektakuläre Lage des Châteaus de Quéribus

Die auf 728 Metern Höhe liegende Burg hat eine bewegte Vergangenheit. Sie wurde im 11. Jahrhundert als Beobachtungsposten gebaut. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten mehrmals ihre Eigentümer. Die Burg war in den Händen der Spanier, der Katharer, der französischen Kreuzritter und zuletzt des Königs von Frankreich. 

Die Lage des Châteaus de Quéribus ist wirklich einzigartig. Die Burg sitzt hoch oben auf dem Bergkamm auf zerklüfteten Felsnadeln bzw. einem Felsvorsprung. Von weitem ist nicht erkennbar, was Fels und was Burg ist. Beides ist wie miteinander verschmolzen. Die Burg sitzt wie maßgeschneidert auf dem Felsen. 

Das Château de Quéribus besucht man u.E. nicht unbedingt wegen seiner Burgbaukunst, sondern wegen der spektakulären Aussicht. Und die kann sich wirklich sehen lassen. Ein Wow-Ausblick nach dem anderen. Man sieht über das Meer und Corbières bis hin zu den Pyrenäen. Unser Blick konnte sich von den schneebedeckten Gipfeln der Pyrenäen nur schwer loslösen. So schön ist das Panorama. 

Die ersten „Frei-Flugversuche“ im Château de Quéribus 

Aufgrund der Lage in 728 Meter Höhe auf einem Bergkamm liegt die Vermutung nahe, dass es ein wenig windig sein könnte. Was wir aber dort oben an Wind abbekommen haben, toppte nahezu alles, was wir bisher erlebt haben. 

Die schlimmste Stelle ist das Eingangstor zur Burg. Ein paar Meter davor habe ich mich noch gewundert, warum hier ein Seil zum Festhalten angebracht ist. Die Stufen sind gut ausgebaut und es sind keine Stolperschwellen vorhanden. Alles easy sozusagen. Ein paar Sekunden und wenige Meter später war mir dann gleich schlagartig klar, wozu das Seil dient. Zum Festhalten nämlich, damit einen der Wind nicht gleich umbläst. Der starke Wind plusterte unsere Kleidung richtiggehend auf und sorgte für einen beachtlichen Schiefstand. Wir kamen uns vor, als wenn wir unsere ersten (unfreiwilligen) Frei-Flugversuche absolvieren würden. Egal wo man sich oben auf der Burg befindet, sicheren Stand suchen und Festhalten oder Anlehnen ist das oberste Gebot bei der Besichtigung. Dann kann eigentlich schon fast nichts mehr passieren …

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