Santuario dei Cetacei – Whale watching vor der ligurischen Küste

1999 wurde daher das ligurische Meeresschutzgebiet Santuario dei Cetecei länderübergreifend zwischen Frankreich, Monaco und Italien gegründet. Hier sind vier Walarten heimisch u.a. der Pott– und Finnwal. Auch Delfine in vier Unterarten kommen dort vor.

Zu unserer größten Freude werden Wal-Beobachtungsfahrten angeboten. Als wir das erste Mal davon gehört haben, war klar, dass wir unbedingt bei einer teilnehmen müssen. Wir hatten Glück und konnten uns bei einer Tour von Liguria Whalewatching einbuchen. Dieser Veranstalter bietet die Touren von verschiedenen Abfahrtsorten an.

Whale watching in Ligurien – großer Lust folgte alsbald schnell der Frust

Im Reiseführer haben wir gelesen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Sichtung von den Veranstaltern mit 90 Prozent angegeben wird. Auch wenn man es nie wirklich wissen kann, so haben wir dann doch die Wahrscheinlichkeit einer Sichtung als sehr hoch eingestuft.

Voller Vorfreude und auch eine wenig aufgeregt haben wir dann in Imperia das Schiff bestiegen. Die 1 Std. Fahrzeit von Imperia nach Andora um noch weitere Passagiere aufzunehmen hat uns zu Anfang nicht gestört. Ganz im Gegenteil, haben wir doch so auch noch einen Teil der Küste vom Wasser aus betrachten können. Und dann ging es für 4 Std. raus in das Schutzgebiet.

Nach ca. 1 Std. haben wir 3 Streifen-Delfine gesehen. Diese sind für eine kurze Zeit in der von der Schiffsschraube erzeugten kleinen Wellen „gesurft“. Es war gar nicht so leicht, sie auszumachen, da sie so flink unterwegs waren. Kaum hat man sie kurz gesichtet, waren sie auch schon wieder weg unter Wasser.

Und dann kam für ganz, ganz lange Zeit einfach nichts mehr. Um uns herum nichts als das platte blaue Meer. Langeweile und Frust machte sich breit. Von Walen absolut keine Spur. Mit der vorangeschrittenen Zeit sank unsere Hoffnung und damit auch unsere Laune immer mehr in den Keller. Das kurze Aufeinandertreffen mit einer weiteren Familie von Streifendelfinen hat unser Stimmungstief nur kurzzeitig aufgehellt. Nach 4 Stunden auf dem Schiff hatten wir dann auch mehr als genug. Unsere Allerwertesten waren schon ganz plattgedrückt. Wir wollten nur noch runter vom Schiff. Aber wir mussten noch zwei weitere Stunden ausharren. Nach 6 Stunden war dann das Abenteuer zu Ende. In diesem Fall „Gott sei Dank“. So eine lange Schifffahrt für 2 kurze Delfin-Begegnungen stehen für uns in keinem Verhältnis. Hätten wir jedoch Wale zu Gesicht bekommen, dann wäre unser Urteil sicherlich anders ausgefallen.

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