Château de Peyrepertuse, eine uneinnehmbare Festung

Analog zum unserem Blogbeitrag über dasChâteau de Quéribus sind auch hier die Grenzen zwischen Felsgestein und Bebauung fließend. Uns fasziniert immer wieder an welchen ungewöhnlichen Stellen in der so frühen Zeit was für beeindruckende Gebäude errichtet wurden. Und das Ganze ohne die heutigen technischen Errungenschaften. Damals war doch immer noch die Muskelkraft das Arbeitsmittel der Zeit.

Château de Peyrepertuse, Burg auf 3 Sektoren

Das Château de Peyrepertuse gehörte früher einmal zu Spanien, bevor es 1240 in französischen Besitz an König Ludwig IX überging. Dieser begann dann gleich damit die Burg zur königlichen Festung weiter auszubauen. Denn bis 1255 lag diese in einer feindseligen Gegend. Die militärische Bedeutung der Burg schwand jedoch, als sich Frankreich und Spanien 1659 im Pyrenäen-Frieden geeinigt haben.Die Baustelle war damals eine der größten ihrer Zeit. Auf der höchsten Stelle in 800 Metern wurde der Donjon San Jordi hinzugefügt, ein Ensemble das die Festung mit damals modernen Gebäuden ausstattete. 

Die Anlage der Burg Peyrepertuse erstreckt sich nun danach auf 3 Sektoren: die erste (untere) Ringmauer, die mittlere Ringmauer und der „Donjon“ San Jordi. In letzteren gelangt man über direkt in den Felsen gehauene Treppen, die sich bis zum Rand des Abgrunds erstrecken. 60 Stück sind es an der Zahl. Aber Gott sei Dank nun mit einem Geländer gesichert. Aber immer noch sehr beeindruckend. Zwischen den beiden Ringmauern liegt die ursprüngliche Burg. 

Vom Donjon hat man einen fantastischen Ausblick zum einen auf den unteren älteren Teil der Burg. Zum anderen auf die beeindruckenden Kuppen der Corbières und die Pyrenäen. Auch das gegenüberliegende Chatéau de Quéribus ist am Horizont sichtbar. Umgekehrt erkennt man von dort auch das Château de Peyrepertuse. Das waren wieder Postkartenmotive en masse. Einfach nur schön!!! 

Besichtigung des Châteaus de Peyrepertuse nur mit festem Schuhwerk

Um von der Kasse zum Eingang der Ruine zu gelangen muss man ca. 15 Minuten auf einem steinigen bzw. felsigen stellenweise etwas steileren Weg laufen. Dabei durchquert man sogar ein kleines Buchsbaumwäldchen. Die Wegstrecke erinnerte uns so an manchen Wanderweg in den Bayerischen Bergen. Uns war nun auch klar, warum bereits in der Infobroschüre auf Wanderschuhe hingewiesen wird. Nur hat halt keiner der Besucher die Broschüre bereits beim Aussteigen des Autos oder würde diese wahrscheinlich schon vorab lesen, wenn er sie denn hätte. 

Auch der Rundweg durch die Ruine ist stellenweise nicht ohne. Trittsicherheit ist auf alle Fälle kein Nachteil. Es geht stellenweise wieder über Felsen. Bei Nässe oder starkem Wind möchten wir hier auf jeden Fall nicht unterwegs sein. Glücklicherweise hielt sich der Wind bei unserem Besuch in Grenzen. Er war im Vergleich zum Château de Quéribus ein Klacks.

Châteaus de Peyrepertuse bringt das Blut der Wohnmobilisten in Wallung 

Nicht nur die Einzigartigkeit der Festung bringt das Blut eines Wohnmobilisten in Wallung. Denn das erste Mal ist man schon gut am Schwitzen, um die Serpentinen zur Burg hinauf auf der Straße zu laufen. Die Zufahrtsstraße zur Burg ist nämlich in der Hochsaison für Womos gesperrt. Wir hatten Glück, bei uns gab es noch keine Sperrung. Somit blieb uns der erste Fußweg erspart. 

Oben vor der letzten Kehre zur Burg gibt auch einen kleinen für Womos ausgewiesenen Parkplatzstreifen. Er hat Platz für ca. 4-5 nicht so große Wohnmobile. Und diese Wohnmobil-Parkplätze sind sehr oft ein Ort, wo bei uns das Blut ganz schnell in Wallung gerät. Denn hier parken immer wieder sehr gerne normale PKWs. Und so war es auch hier wieder der Fall. Und das, obwohl noch genügend freie PKW-Plätze vorhanden waren. Auf diesen kann allerdings aufgrund der Länge kein Womo. Das Nicht-Mitdenken der PKW-Fahrer bringt uns jedes Mal aufs Neue in Rage. Ich denke mir immer „oh Herr, lass Hirn regnen und davon ganz besonders viel!“. Aber ob es was nützen wird, ich wage es zu bezweifeln. Deshalb mein Appell an alle PKW-Fahrer: „Bitte parkt nicht auf Wohnmobil-Parkplätzen, denn die Womo-Fahrer sind auf diese angewiesen“.

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