Collioure an der Côte Vermeille

Wir haben auf dem Campingplatz Les Criques de Portails Quartier bezogen. Von dort ging es zuerst auf einem für den Verkehr gesperrten Fahrweg zur kiesigen Bucht des Strandes Plage de l’Ouille. Hier startete dann der Küstenweg nach Collioure. Dieser ist gut zu laufen und durch die vielen tollen Ausblicke auf die schroffe Küstenlinie sehr kurzweilig. Trotz des nicht ganz einwandfreien Wetters war die Wanderung ein Erlebnis. Der graue Himmel und der stellenweise einsetzende Regen hat unser Erlebnis nicht gemindert. Und in nicht mal 1 Std. Gehzeit hatten wir unser Ziel dann auch schon erreicht.

Collioure, ein wirklich malerisches Fischerdorf

Der erste Blick auf Collioure oben vom Küstenweg fällt auf das historische Fort. Wie eine Trutzburg steht es da. Da es auch heute noch militärisch genutzt wird, steht es für die Öffentlichkeit nicht zur Verfügung.

Der Ort mit seinen steilen engen Gassen, den historischen Häusern und dem mittelalterlichen Schloss windet sich um eine zweigeteilte Bucht. Man kann wirklich sagen, dass Collioure mehr als malerisch ist. Das Flair und das Ambiente schätzten bereits Anfang des 20. Jahrhunderts bekannte Künstler wie z.B. Matisse, Derain oder Braque. Viele heutige Künstler versuchen nun in ihre Fußstapfen zu treten. Zahlreiche Galerien sind daher in den verwinkelten Gassen zu finden. Das Bild vom Wasser aus wird beherrscht vom Château Royal, der Burg, die im 12. Jahrhundert zur Sommerresidenz der Könige von Mallorca ausgebaut wurde. 

Der Charme und das liebenswerte von Collioure blieb den Touristen nicht verborgen. Und so schieben sich nun leider in der Hochsaison die Massen durch den kleinen Ortskern. Kein Wunder also, dass Collioure mittlerweile in erster Linie mit und vom Tourismus lebt. Allerdings gibt es neben den typischen Touristen-Nippes-Kitsch-Läden viele sehr schöne Läden mit anspruchsvoller handwerklich hergestellter Ware. 

Überraschenderweise hat es Collioure trotz allem geschafft, sich das sympathische und anziehende Ambiente zu bewahren. Wer an der Côte Vermeille verweilt, ohne es zu besuchen, der versäumt wirklich etwas.

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