Goodbye Schweden – der Grenzübertritt der besonderen Art

Was haben wir uns insbesondere ich wegen dem Grenzübertritt nach Norwegen Gedanken gemacht. Der Alkohol ist in Norwegen ja bekanntlich unerschwinglich und daher haben wir unsere Weinvorräte in Schweden noch einmal kräftig aufgefüllt.

Selbst Robert, der bis dahin immer der coole war, fing an darüber nachzudenken, wo die Weinschläuche denn am Besten „versteckt“ werden können. Die Kontrollen oben im Norden, sollen angeblich nicht so stark sein, wie im Süden – aber man weiß ja nie was ist. Also, haben wir unsere Weinschläuche gut versteckt und auf das Beste gehofft.

Am Samstag, den 10.08. um 9:30 Uhr passieren wir die Grenze und was ist los? Nichts ist los, absolut tote Hose – keine Menschenseele ist weit und breit zu sehen. Also dann nichts wie schnell rüber über die Grenze und dann einmal erst einmal tief durchgeatmet.

Die Landschaft von Abisko zur Grenze ist, wie der Reiseführer versprochen hat, wirklich einmalig. Schroffe Gebirgszüge gepaart mit Seen und Heidelandschaften und das Ganze bei Kaiserwetter. Ich bin absolut selig. Auf der norwegischen Seite steigert sich die Natur auch noch und der Höhepunkt ist dann die Fahrt Richtung Narvik bzw. der Blick von oben auf den Fjord bei Narvik. Ich bin so hin und weg, dass ich mich sogar bereit erkläre mit Robert in Narvik ins Kriegsmuseum zu gehen. Deutsche Truppen haben Narvik im April 1940 eingenommen, da das Erz strategisch bedeutsam war. Gott sei Dank ist Robert für seine Verhältnisse ziemlich schnell im Museum und meine Geduld wird nicht überstrapaziert.

Da Narvik ansonsten nichts zu bieten hat und eher Kleinstadtflair verbreitet, haben wir uns gleich weiter auf den Weg zu den Vesteralen gemacht. Unser erster Übernachtungsplatz in Norwegen war dabei der Knaller und mit einer der bisher schönsten Übernachtungsplätze – direkt auf einer Landzunge am Fjord mit 180 Grad Blick auf Meer und schroffe Berge und einem 1a Sonnenuntergang.  Und unter uns ein alter Wehrmachtsbunker. Gott sei Dank waren alle Eingänge zugeschweißt – wer weiß, ob ich ansonsten meinen Mann noch einmal zu Gesicht bekommen habe. Robert war damit auch „selig“.

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4 Antworten zu Goodbye Schweden – der Grenzübertritt der besonderen Art

  1. PeterM sagt:

    Hallo ihr 2 aus dem Norden,
    das hört sich wie ein Traumtag für Robert an. Erst darf er den Schmuggler geben, dann gibt er sich seinem Hobby “2.Weltkrieg” hin und zuletzt darf er mit Traumblick an seinem Lieblingsspielzeug ( IPad ) spielen. Hoffentlich kommt Martina dabei nicht zu kurz :-)))

    • Martina sagt:

      Lieber Peter,
      Norwegen ist tatsächlich was für geschichtlich Interessierte. Teilweise sehr gut erhaltene Anlagen. Leider waren auf der ehemaligen deutschen Stellung alle Türen zugeschweisst. :-(((

      Und zu kurz kommt meine bessere Hälfte auch nicht. Ich habe ihr an diesen Abend etwas von meinen letzten Rotweinreserven abgegeben. Ausserdem bin ich der Fahrer und muss meine Pausen machen.

  2. SusiGeorg sagt:

    Mensch freu´ ich mich schon auf Eure Bilder und Erzählungen!
    Viel Spaß jetzt noch in Norwegen!
    Liebe Grüße
    Georg

  3. Jürgen sagt:

    Hi Martina und Robert,
    nachdem ich in meiner Mail schon eure professionellen Einträge gelobt habe (zugegebenermaßen war der letzte Check bei auf tucholskies Spuren) nun doch auch ein Lob auf diesem weg. Hab mir bei einem Glas Wein und lauem Sommerabend alle Erlebnisse nochmal zu Gemüte geführt, und bin begeistert – Brauch nun für meinen hoffentlich bald zukünftigen trip keinen Reiseführer mehr!!!
    Ich werd das auch als leuchtendes Vorbild an andere Rentner weitergeben, da es sonst i.d.R. nur kurzmails oder Facebook gibt, was ja nicht jeder nutzt…;-)
    Weiter so und viel Spaß auf den Lofoten, und passt weiter auf euch auf (erst Auto im Sumpf, dann Robert im Moor, wo willst du einsinken, Martina???)

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