Highlight II des (Unter-)Frankenlandes – Kanutour auf dem Alt-Main

Eine Kanufahrt auf dem Main ist ein wirklich kurzweiliges Vergnügen für jung und alt und wir können diese Tour nur jedem ans Herz legen. Die zu paddelnde Strecke kann individuell gewählt werden. Es geht immer mit der Strömung flussabwärts. Dadurch sind immer wieder Paddel-Verschnaufpausen möglich und die große Anstrengung hält sich in Grenzen. Unterwegs auf der Strecke bieten sich auch immer wieder Möglichkeiten für einen Halt an Land an. Die sich bietende Landschaft ist sehr idyllisch und insbesondere die Teilstrecke von Astheim nach Escherndorf/Nordheim ist Romantik pur und nur schwer zu überbieten – wir haben sogar 2 Eisvögel gesehen. Wenn auch nur kurz im Vorbeifliegen. Dies hat der Seligkeit jedoch keinen Abbruch getan.

Wir haben uns auf Empfehlung (Danke Thomas!) für den Verleiher kanuta entschieden und waren mit dem gebotenen Abhol-Service sowie der Qualität und Zustand des Bootes mehr als zufrieden (mehr Informationen zum Verleiher gibt es unter www.kanuta.de). Gepaddelt sind wir von Fahr nach Schwarzach am Main – gute 16 km. Die erste Strecke von Fahr nach Astheim teilt man sich noch mit dem Schiffverkehr auf dem Main. Die Kapitäne der Schiffe haben jedoch immer ein Auge auf die Kanuten und wenn man sich nicht in der Mitte der Fahrrinne auffällt, sondern mehr im Uferbereich kann gar nichts passieren. Ich muss allerdings zugeben, dass ich bei dem ersten passierenden Flussschiff schon mächtig Herzklopfen hatte. Dies hat sich dann ganz rasch gelegt und nach kurzer Zeit war es schon fast Routine. Ab Astheim geht es dann auf den Alt-Main. Hier gibt es keinen Schiffsverkehr mehr und die Paddler sind unter sich. Wir hatten allerdings das Glück, dass außer uns keine anderen Paddler unterwegs waren, wir hatten sozusagen den Main paddeltechnisch gesehen für uns. Was für ein erhabenes Gefühl …!!!

Auf der Strecke von Fahr nach Astheim war kaum Strömung, so dass hier doch kräftiges Paddeln angesagt war. Aber auch wir zwei Ungeübte haben das ganz gut hinbekommen. Die größte Herausforderung war die Bewältigung der manuell zu betätigenden Schleuse bei Astheim. Oh Mann, was hatte ich davor für einen Schiss! Aber wie bei so vielen anderen Sachen auch stellte es sich hinterher als ganz unkompliziert heraus.

Obwohl es mir mein lieber Mann alles andere als leicht gemacht hat. Bevor ich mir nach der Einfahrt in die Schleuse auch nur irgendeinen Gedanken über den Ablauf machen konnte, sprang mein Göttergatte -obwohl er hinten im Kanu saß und die Steuerfunktion innehatte-  aus dem Boot und betätigte die Schleuse. Ich war immer der Meinung, dass er dann anschließend wieder ins Boot steigt und wir die Schleuse gemeinsam meistern werden. Pustekuchen – da habe ich die Rechnung ohne meinen Robertl gemacht!! Er blieb einfach am Rand der Schleuse stehen und sah mir gelassen zu wie mit ablaufendem Wasser das Kanu mit mir immer weiter nach unten sank. Da ich hinten keine Augen habe dauerte es ein wenig bis ich bemerkte, dass das Kanu hinten auf einer Schwelle aufsaß und langsam Schieflage bekam. Ich habe es dann Gott sei Dank noch rechtzeitig geschafft, das Hinterteil des Kanus von der Schwelle runter zu bekommen. Die größte Herausforderung für mich war jedoch das lange Kanu alleine aus der Schleuse herauszubekommen und ans Ufer zu bringen, damit mein herzallerliebster Ehemann wieder bequem an Bord gehen konnte. Auch das ist mir mehr recht als schlecht gelungen. Ich fand es allerdings nicht sehr nett von ihm, dass er über meine Bemühungen begleitet von ein paar nicht sehr damenhaften Kraftausdrücken nicht sehr beeindruckt war und sich stattdessen das Lachen nicht verkneifen konnte. Aber so ist er halt ….

Auf dem Altmain.

Für uns war die Kanutour ein voller Erfolg. Sie hat uns so viel Spaß gemacht, dass wir bei unserem nächsten Aufenthalt in Unterfranken diese Tour unbedingt wiederholen werden.

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