Lange Strandwanderungen zum Abschied aus Schweden

Mit dem Besuch von Göteborg, der zweitgrößten Stadt des Landes, haben wir die Besichtigung der schwedischen Großstädte komplettiert. Die Hafenstadt Göteborg verfügt über ein gut ausgebautes Bus- und Straßenbahnnetz. So haben wir unseren Kastenwagen außerhalb des Stadtzentrums gut und kostenlos geparkt und waren innerhalb kürzester Zeit absolut stressfrei mitten im Zentrum.

Den Stadtrundgang haben wir begonnen am kleinen Gästehafen neben der auffälligen Oper. Hier steht das markante rot-weiße See- und Schifffahrtsamt mit dem Namen „Utkiken“. Auf der Spitze in Höhe von 86 Metern gibt es dort eine verglaste Aussichtsplattform mit einem unbeschreiblichen Blick über den Göta-Fluss, den Hafen und das Stadtzentrum. Von hier oben sieht man sehr gut, dass das Zentrum sehr überschaubar ist bzw. alles sehr nahe beieinander liegt und eine Erkundung zu Fuß sehr gut machbar ist.
Was Museen und Ausstellungen angeht, sind wir mittlerweile mehr als gesättigt und nicht mehr aufnahmebereit. Wir haben uns daher auf einen schönen und ausführlichen Spaziergang durch das Zentrum beschränkt. Zum Mittagessen sind wir in die Markthallen eingekehrt. Dort gibt es an verschiedenen Theken täglich wechselnde Mittagsgerichte und andere leckere Sachen. Wenn man nicht allzu viel Zeit für ein ausführliches Mittagessen investieren kann oder möchte, sind die Markthallen eine sehr gute Alternative. Es geht sehr schnell und schmeckt sehr gut – unsere dort genossene Fischsuppe war auf jeden Fall wirklich gut.

Sehr zu empfehlen ist auch eine Fahrt mit den Paddan Ausflugsbooten, die am Kungsportsplatsen beginnen. Die Fahrt dauert ca. 50 Minuten und gibt einen eindrucksvollen Blick auf Göteborg aus der Wasserperspektive. Auch bekommt man vielfältige Informationen zur Geschichte von Göteborg. Alles in allem eine sehr kurzweilige Angelegenheit.

Nach einem ½ Tag in Göteborg hatten wir genug vom Sightseeing und vom Stadtflair. Ich muss gestehen, es hat uns ganz stark an den Strand gezogen und wir konnten uns dem Ruf der uns harrenden Strandwanderungen nicht entziehen. Die Küste zwischen Göteborg und Malmö hat eine sehr hohe Dichte an Stränden. Aus unserer Sicht werden die Strände immer schöner und länger, je weiter man in den Süden kommt. Der Nachsaison sei Dank, es waren auch kaum Leute am Strand unterwegs und wir haben tolle Übernachtungsplätze auf Strandparkplätzen gefunden.

Die für uns schönsten Strände gab es bei Haverdal (Haverdalsstrand), Frösakull und Tylosand. Alle 3 Strände liegen der Reihe nach zusammen und beginnen kurz hinter Halmstad. Allen Strandfreunden kann ich diese Strände nur wärmstens empfehlen. Hier kann man kilometerlang am Strand entlanglaufen und sich kaum sattsehen an den malerischen Dünen mit dem Dünengras. Auch ganz nett, aber dennoch auf Rang 2, ist der Skrea Strand von Falkenberg und der Strand von Rinsegard.

Wir haben ausgiebige Strandspaziergänge unternommen und auch das Relaxen am Strand kam nicht zu kurz. So lass ich mir den Urlaubsausklang gefallen.

Bevor wir nun endgültig die Heimreise antreten, geht’s noch für ein paar Tage an die Ostsee und ich habe dabei ausreichend Gelegenheit in meinen Ostsee-Kindheitserinnerungen zu schwelgen. Gleich im Anschluss daran werden wir am 23.09. pünktlich um 8:00 Uhr bei La Strada vor der Werkstür stehen. Wir haben nämlich während unserer Reise aufgrund einer undichten Dusche nasse Füße bekommen. Die Urlaubsfreude haben wir uns aber dadurch nicht nehmen lassen; es gibt Schlimmeres.

Und dann heißt es wirklich Abschied nehmen von einer ganz tollen, erlebnisreichen und unbeschwerten Zeit mit unserem heißgeliebten Kastenwagen. Wir haben, was diese Art des Reisens angeht, noch mehr Feuer gefangen. Gerade die Freiheit und die Flexibilität, die diese Art des Reisens mit sich bringt, ist einfach einmalig. Wir freuen uns daher schon jetzt auf unser nächstes Reiseziel

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2 Antworten zu Lange Strandwanderungen zum Abschied aus Schweden

  1. SusiGeorg sagt:

    Schade, dass es nun vorbei ist und schön. dass Ihr wieder heil und munter bei uns seid!
    Wir freuen uns schon sehr, Euch persönlich sehen und sprechen zu können!
    (Wann gibt´s das Geschriebene in Buchform?)

    Bis bald

    Susi und Georg

  2. Heike Schmoll sagt:

    Herzlich Willkommen zurück in Deutschland. Zum Glück kommt ihr erst jetzt, nun scheint wenigstens wieder die Sonne.
    Viele Grüße Eure Nachbarn

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