Núria, Wallfahrtsort der Pyrenäenschäfer

So schön auch der letzte Teil der Fahrt war, lohnt es sich u.E. nicht für die Hin- und Rückfahrt jeweils 25,50 Euro pro Person auszugeben. Und Núria selbst ist so winzig und hat außer einem schönen Panoramablick für Nicht-Wanderer nicht wirklich etwas zu bieten. Möchte man allerdings nicht auf die Fahrt verzichten, empfehlen wir erst in Queralbs zuzusteigen. Hier ist nämlich die Parksituation für Wohnmobile um einiges besser als in Ribes de Fraser, wo ein Womo-Parkplatz nur mit viel Glück oder weit entfernt von der Station zu finden ist.

Núria, mehr Rummelplatz als Wallfahrtsort

Wie schon gesagt, Nuria ist mehr als winzig. Eigentlich besteht die Siedlung nur aus einem riesigen ineinander verschmolzenen Gebäude. Dieses beinhaltet die Kirche, ein Hotel, ein Restaurant und die touristische Infrastruktur. Letztere besteht aus einem großen Souvenir-Shop und einem Skiverleih. Um das ganze herum gruppieren sich diverse touristische Aktivitäten, die wir eher an einen „Rummelplatz“ oder in einem Erlebnispark vermutet hätten. Vom Ponyreiten bis zum Gokart-Fahren war alles dabei. Um diese Jahreszeit war allerdings überall absolut tote Hose. Alles war geschlossen und Renovierungsarbeiten wurden durchgeführt. Das führte nicht gerade zur Aufhellung der Szenerie bei. Obwohl wir ja bekanntlich keine Freunde dieses Rummels sind. Daneben gibt es auch noch ein paar Skilifte, um das Geschäft auch im Winter am Leben zu erhalten. 

Einziger Lichtblick oben war für uns der tolle Ausblick auf die schroffen Berge der Pyrenäen. Aber der war nach ein paar Minuten leider auch schon fertig „genossen“. Da außerhalb der Saison die Bahnen sehr spärlich gehen mussten wir 2 volle Stunden Zeit totschlagen. Wir können im Nachhinein gar nicht mehr sagen, wie wir das geschafft haben. In unserer Verzweiflung sind wir sogar um den winzigen See gelaufen. In der Saison könnte man sogar Boote zum herumrudern mieten. Bei unserem Besuch, wen wundert es, war aber alles verschlossen. Wir sind wahrscheinlich von der Jahreszeit einfach noch zu früh dran für die Pyrenäen. Also verschieben wir besser das Kennenlernen der Pyrenäen auf später und fahren wieder direkt an die Küste nach Barcelona.

Unsere Begeisterung für den Ausflug nach Núria hält sich sehr in Grenzen. Wir haken das Ganze ab unter „außer Spesen nicht wirklich was gewesen“. Wir können auch sagen, das „war ein Satz mit X, das war wohl nix“. Nachahmungen empfehlen wir daher keinesfalls. Es sei denn, jemand möchte dort oben eine mehrstündige Wanderung unternehmen.

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