Einmalige Tier-Erlebnisse im Hluhluwe Imfolozi Park

Der Hluhluwe Imfolozi Park ist so einzigartig wie der Krüger-Nationalpark

Der Hluhluwe Imfolozi Park ist der älteste offizielle Nationalpark in Afrika. Seinen Tierschützern ist es zu verdanken, dass die Breitmaulnashörner als erste Spezies von der Liste gefährdeter Arten der World Conservation Union gestrichen wurden. Sie haben es geschafft, den Bestand von anfangs 20 auf mehr als 2500 Exemplare ansteigen zu lassen. So hatten wir zu unserer großen Freude auch die Möglichkeit mehrerer dieser Exemplare sehen und beobachten zu können. Wirklich sehr beeindruckende Tiere. Sie strotzen gerade so vor Kraft und wirken doch dabei sehr sanftmütig.

Der Park hat eine Größe von 960 km2. Damit verfügt er gerade einmal über ein Zwanzigstel der Größe des Krüger-Nationalparks. Dadurch ist die Zahl der hier heimischen Wildtiere im Vergleich geringer. Das fällt einem jedoch gar nicht auf. Wir haben den nördlichen Parkabschnitt, Hluhluwe, erkundet. Für den südlichen Teil, Imfolozi, blieb leider keine Zeit. Der nördliche Park ist hier landschaftlich um einiges üppiger und wilder als der Krüger-Nationalpark. Er ist unheimlich abwechslungsreich und hat sehr viel zu bieten. Die stellenweise üppige Vegetation aus subtropischem Dschungel trägt zur Urwaldstimmung bei. Er ist auch sehr hügelig. Die höheren Lagen sind von Grasland und dichtem Unterholz geprägt. In den Ebenen sind viele Akazien, u.a. auch die Schirm-Akazie zu bewundern. Diese verbinde ich sofort immer mit Afrika. An großen und kleinen Tieren gibt es im Park auch einiges zu sehen. Uns hat der Hluhluwe-Imfolozi Park sehr begeistert. Wir sind noch immer von der Landschaft und den Tiererlebnissen beeindruckt. Er ist zu Recht das überragende Wildreservat KwaZulu-Natals. Den Vergleich mit dem Krüger-Nationalpark braucht er wirklich nicht zu scheuen. Bei einer Reise durch KwaZulu-Natal ist der Besuch dieses Nationalparks ein absolutes Muss für jedermann!

Babylöwen-Alarm im Hluhluwe Imfolozi Park

Mit das Schönste und Besondere für jeden Safari-Teilnehmer ist das Aufspüren und Beobachten von Löwen-Babys. Wir konnten unser Glück nicht fassen, als es bereits um 06:20 Uhr kurz nach Einfahrt in den Park so weit war. Mitten in der Hauptstraße tummelten sich sage und schreibe 8! Löwenbabys. Nebeneinander aufgereiht wie auf einer Perlenschnur.

Sie starrten alle angestrengt in eine Richtung. Sie warteten darauf, dass ihre Mütter von der Jagd zurückkommen. Einer war süßer und knuddeliger als der andere. Ein Bild zum Dahinschmelzen. Als es den Kleinen auf der Straße zu langweilig wurde, wechselten sie an eine Wasserstelle an der Seite. Sie fingen an miteinander zu spielen. Dabei fiel ihnen auch der eine oder andere „Blödsinn“ ein. Es dauerte dann auch nicht lange und die insg. 3 Mütter kamen zu ihnen zurück. Aus geringer Entfernung riefen sie ihre Kleinen zu sich. Und schnell wie der Wind machte sich die Horde zu ihnen auf. Jeder wurde mit einem Kopfreiben begrüßt. Was für ein einmaliges und ganz spezielles Erlebnis! Wir hatten auch die richtige Position zur perfekten Beobachtung. Dieses Glück war nicht allen gegeben. Die Baby-Löwen auf der Hauptstraße führten regelrecht zum Verkehrs-Chaos. Alle wollten sie sehen. Viele Fahrer, insbesondere die Selbstfahrer in ihren PKWs, „flippten“ regelrecht aus und wurden kopflos. Einer fuhr sogar in den seitlichen Graben und kam dann von selbst nicht mehr heraus. Es ist immer wieder erschreckend zu beobachten wie rücksichtslos die Besucher sind. Rücksichtslos gegenüber den Mitfahrern und insbesondere den Tieren gegenüber. Es wird alles gemacht und unternommen, um ja eine gute Sicht zu haben. Es ist für sie dabei völlig unwichtig, ob sie die Tiere einengen, ihnen den Weg abschneiden oder sich diese durch ihr Verhalten bedroht fühlen könnten Das andere auch etwas sehen wollen kommt ihnen erst gar nicht in den Sinn. Armseliges Verhalten kann ich dazu nur sagen. Da braucht man sich nicht zu wundern, wenn es den Tieren irgendwann zu viel wird und sie dann zum Angriff übergehen.

Die „Vorstellung“ der 8 Löwen-Jungen war für uns etwas ganz Besonderes. Wir werden diese einzigartige Begegnung sicherlich nicht vergessen.

Riesige Elefanten-Herde als Straßenblockade im Hluhluwe Imfolozi Park

Die ganze Zeit über haben wir schon Ausschau gehalten nach den Elefanten. Zu sehen war bisher nicht ein einziges Tier. Es ist einfach unglaublich, wie der Busch selbst eine riesige Herde einfach so „verschlucken“ kann. Selbst wenn die Elefanten nicht weit von einem entfernt sind, die Dichte des Busches macht es unmöglich sie zu sichten. Wir haben nach unserer Mittagspause einen Tipp von einem anderen Besucher erhalten. Die Fahrer in den Parks tauschen sich untereinander aus. Eine Hand wäscht sozusagen die andere. Zu unserer ^großen Freude sollten die Elefanten weniger als 5 km von unserem Rastplatz entfernt sein. Wir machten uns dann auch sofort auf den Weg. Und das Glück war uns hold. Schon von weitem konnten wir die Elefanten sehen. Sie tummelten sich auf der Straße und machten diese für die Durchfahrt dicht. Es war eine wirklich sehr große Herde. Bestimmt mehr als 80 Tiere. Einer nach dem anderen überquerte die Straße. Ganz besonders süß waren die ganz kleinen Baby-Elefanten. Einfach nur zum Herzen! Besonders auf ihre Kleinen passen die Elefanten sehr gut auf. Sie werden in die Mitte genommen und gut beschützt. Einige der Elefanten verschwanden sofort wieder auf der anderen Seite im Busch. Andere verblieben direkt auf oder rechts und links entlang der Straße. Die Akazienbäume und sonstiges Grün dort war für sie einfach zu verlockend. So hatten wir die einmalige Gelegenheit die Elefanten in aller Ruhe beim Fressen und „Zerlegen“ der Baumrinde zu beobachten.

Wir fühlten uns allerdings ein wenig mulmig als auf einmal ein großer Elefanten-Bulle wie aus dem Nichts hinter unserem Jeep auftauchte. Er schritt ganz gemächlich auf der Straße in unsere Richtung. In nicht einmal 1 Meter Entfernung ging er langsam an uns vorbei. Dabei schaute er auch noch intensiv in unsere Richtung. Ganz so als wollte er uns erkunden und schauen, wer ihn da so angestrengt beobachtet. Wir hätten nur noch die Hand ausstrecken müssen um ihn zu berühren. Es war für uns ein richtig intensiver Gänsehaut-Moment. Nach relativ kurzer Zeit waren es dann leider doch einige Autos geworden, die diesem Erlebnis beiwohnten. Arme Elefanten!! Wir hatten den Anschein, dass sie es mit der notwendigen Gelassenheit ertragen haben. Und wenn es zu schlimm für sie wird, dann verschwinden sie ganz schnell in den Busch. Sozusagen raus aus dem Blickfeld. Einfach kluge Tiere!!!

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2 Antworten zu Einmalige Tier-Erlebnisse im Hluhluwe Imfolozi Park

  1. Andrea und Ludger sagt:

    Genau so war es, – und live dabei zu sein ist einfach unglaublich!!!
    Wie gut, dass Ihr uns angesprochen und überredet habt (das war ja nicht so schwer :-), mit in den Hluhluwe-National Park zu fahren, für uns war es das Urlaubs-Highlight!
    Und wenn ich den Bericht von Thanga lese (Straußenmassage, Wassergymnastik der Elefanten und mitten im Löwenrudel), dann habt Ihr dort ebenfalls ganz einmalige Safari-Erlebnisse gehabt.
    Es macht viel Freude, das so zu lesen, – besten Dank!!!

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