Wanderung auf dem Raschötz-Höhenweg im Grödnertal

Der Raschötz-Höhenweg – einfache Wanderung für jedermann

Der Raschötz-Höhenweg im Grödnertal hat unsere Wanderherzen sofort höherschlagen lassen. Hier wurde wirklich keiner unserer Wünsche offengelassen. Es geht ohne Anstrengung nach oben in die Bergwelt. Von oben hat man eine Aussicht, die seinesgleichen sucht. Und der Weg selbst verläuft nahezu wirklich ganz ohne Höhenunterschiede. Damit ist er kaum anstrengend und für jedermann geeignet.

Von St. Ulrich aus geht es mit der Raschötz-Seilbahn hinauf zur Bergstation, dem Ausgangspunkt der Wanderung. Der Weg von insg. 12 km (Gehzeit ca. 4 Std.) führte uns im Hochweidengelänge über leicht begehbare Wanderpfade auf dem Kammrücken der Raschötz. Am Ende des einfach zu begehenden Höhenweges befindet sich die bewirtschaftete Brogleshütte. Ideal gelegen für einen Brotzeit-Einkehrschwung. Gut gestärkt haben wir uns von dort auf den Weg nach unten zur Mittelstation der Secedabahn gemacht. 720 Höhenmeter Abstieg waren dafür zu bewältigen. Wir hätten nicht gedacht, dass 1 Std. beständiges Bergabgehen uns so anstrengen würden. Immer bergab gehen geht nämlich ganz schön auf die Bein-Muskulatur. Und leider auch auf die Knie. Der Muskelkater am nächsten Tag war daher ganz schön gewaltig. Aber es hat sich in jedem Fall gelohnt.

Fohlen auf Schmusekurs am Raschötz Höhenweg

Bevor wir uns in der Brogleshütte die Brotzeit schmecken lassen konnten, musste ich noch einer tierischen Kuschelattacke entkommen.

Auf dem letzten längeren Wegstück zur Brogleshütte grasen recht und links des Weges vereinzelt Kühe und auch Pferde. Ich habe immer großen Respekt vor den frei herumlaufenden Tieren. Besonders wenn Kälber oder Fohlen mit dabei sind ist aus meiner Sicht besondere Vorsicht geboten. Die Tiere reagieren ja mitunter unberechenbar. Das dem auch wirklich so ist, durfte ich bei dieser Tour hautnah erleben.

Wir passieren also eine kleine Herde Pferde mit einem Fohlen. Wie gewohnt mache ich das mit Sicherheitsabstand. Womit ich allerdings nicht gerechnet habe war der Kuschelattacken-Angriff des Fohlens. Es kam schnurstracks auf mich zu und forderte sehr direkt seine Streicheleinheiten ein. Im ersten Moment war mir dann doch etwas mulmig zu Mute. Erst als ich feststellen konnte, dass das Muttertier weiter friedlich Gras abzupfte genoss ich diese unerwartete Begegnung.

Flaniermeile Raschötz-Höhenweg – Panoramaaussicht vom Feinsten

Das Genialste bzw. Besondere an dieser Wanderung ist für uns die Panoramaaussicht auf die umgebende Bergwelt. Sie begleitete uns durchgängig auf der gesamten Wegstrecke. Ein Ausblick schöner und erhabener als der andere. Das Panorama ist wirklich vom Feinsten. Wir mussten uns sehr zwingen nicht alle 100 Meter zum Fotografieren stehen zu bleiben.

Der Anblick der kantigen Dolomiten war einfach unwirklich schön. Alles wirkte wie von einem Kulissenmaler perfekt inszeniert. Die Langkofelgruppe, das Sellamassiv und die Geislerspitzen zeigten sich uns von ihrer schönsten Seite. Unterwegs sind neben dem offenen Blick auf das Eisacktal auch der Schlern, Rosengarten und die Marmolada, die Königin der Dolomiten, zu sehen.

Uns hat die Tour so gut gefallen, dass wir sie sofort in die Liste unserer Highlight-Wanderungen mit aufgenommen haben. Wir kommen ganz sicher wieder an diesen für uns besonderen Ort zurück.

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