Auf geht’s nach Mikronesien (Yap und Palau) – die unheimlich lange Anreise nach YAP

Von der Vorfreude haben wir lange gezehrt, aber nun war es soweit, wir haben uns auf den Weg nach Mikronesien und zwar nach Yap und Palau gemacht. Die Aufstellung des Flugplanes hat uns bereits angezeigt, dass es kein Zuckerschlecken werden würde. Es dann aber selbst zu erleben bzw. durchzumachen ist allerdings doch wieder eine andere Angelegenheit. Wir hätten nicht gedacht, dass uns die Anreise so schlauchen würde. Es war wirklich grenzwertig. Das lag allerdings nicht an den Flugzeiten, sondern an den wirklich langen und damit nervigen Zwischenaufenthalten bzw. Wartezeiten auf die Anschlussflüge.

Der Flughafen in Taipeh ist sehr groß und sorgt daher etwas für Abwechslung. Aber irgendwann hat man auch genug von den immer gleichen Geschäften. Um die Zeit etwas schneller rumzukriegen und gleichzeitig zu entspannen, haben wir uns in Taipeh am Flughafen massieren lassen. Aus meiner Sicht war das keine wirklich gute Idee, denn ich musste schmerzlich erfahren, dass es sich um keine Wellnessmassage handelte.

Die Dame massierte mit so viel Druck, als wenn sie danach bezahlt werden würde. Englisch verstand sie keines und mein Stöhnen und krampfhaftes Schnaufen hat sie ignoriert. So blieb der Druck unverändert gleich stark. Ich weiß bis jetzt nicht so recht, ob mein blauer Flecken am Oberarm daher rührt oder ob ich mich irgendwo gestoßen habe. Am Flughafen in Palau ist dagegen total tote Hose und wir saßen hier wirklich nur herum und haben darauf gewartet, dass die Zeit vergeht. Außerdem werden wir leider bekanntlich auch nicht jünger und im „Alter“ steckt man es halt leider nicht mehr so einfach weg.

Nach 37 Stunden Reisezeit (fast 18 Stunden Flugzeit und gute 16 Std. „Wartezeit“ und insg. +9 Stunden Zeitverschiebung sind wir dann furchtbar müde um 03:00 Uhr in der Früh im Hotel angekommen. Ob sich dieser „Aufwand“ auch wirklich lohnt, werden die nächsten Tage auf Yap zeigen.

Der Ablauf der Anreise im Detail war wie folgt:

  • Freitag 05:15 Uhr Abholung mit dem Taxi
  • 07:Uhr Flug nach Frankfurt – Dauer 1 Std. 10 Min
  • 2 Std. 20 Minuten Wartezeit in Frankfurt auf Flug nach Taipeh
  • 12 Std. Flug nach Taipeh (+7 Std. Zeitunterschied) und dort 8 Std. Wartezeit auf Weiterflug nach Palau
  • 3,5 Std. Flug nach Palau (+1Std. zusätzlichen Zeitunterschied) und dort 6 Std. Wartezeit auf Weiterflug nach Yap
  • 1 Std. Flug nach Yap (dort wieder +1 Std. zusätzlichen Zeitunterschied)
  • Ankunft im Hotel auf Yap am Sonntag um 3:00 Uhr in der Früh

Ich werde immer gefragt, wo denn Mikronesien bzw. Yap und Palau liegt. Für die Interessierten gibt es dazu noch ein paar Informationen (noch mehr und detaillierte Informationen gibt es auf wikipedia):

Die Yap-Inseln sind ein Atoll, dass im Archipel der Westkarolinen gelegen ist. Sie zählen geopolitisch zum Bundesstaat Yap, der wiederum ein Teilstaat der Förderierten Staaten von Mikronesien ist. Sie liegen 1300 km von Neuguinea und 870 km von Guam entfernt. Yap besteht aus einer Fläche von 56 km2 und hat 6000 Einwohner. Interessant finde ich, dass die Inseln sich früher im spanischen Kolonialbesitz befanden und 1899 an das deutsche Reich verkauft wurden. Zudem waren die Inseln von 1914 bis 1945 von japanischen Streitkräften besetzt. Die Amtssprache ist englisch und USD ist die Landeswährung.

Die Republik Palau besteht aus 8 Hauptinseln und etwa 220 kleineren Inseln im Nordpazifik südöstlich der Philippinen. Es hat eine Größe von 459 km2 und geschätzte 21.265 Einwohner. Die Amtssprache ist hier ebenfalls englisch. Auch die Geschichte (spanischer Kolonialbesitz, Bestandteil deutsches Reich und japanische Geschichte) teilen sie sich. Im Gegensatz dazu gehört die Republik Palau allerdings nicht zu den Förderierten Staaten von Mikronesien. Die Bürger haben sich 1987 gegen die Beteiligung und für die Unabhängigkeit ausgesprochen.

Eine weitere Frage, die mir in diesem Zusammenhang auch immer wieder gestellt wird, ist, wie wir denn auf Yap und Palau als Urlaubsziel gekommen sind. Diese Frage ist schnell und leicht beantwortet. Beide Destinationen verfügen über ausgezeichnete und einzigartige Tauchgebiete. Nach weitläufiger Meinung sollte jeder Taucher einmal dort gewesen sein. Nachdem Robert seinen runden Geburtstag hatte und zudem Taucher ist, hat sich diese Destination als dass etwas besondere Geburtstagsgeschenk angeboten. Zudem waren Yap und Palau Schauplätze im 2ten Weltkrieg und es gibt daher für Robert als Geschichtsinterresierten mit Schwerpunkt 2ter Weltkrieg einige Überbleibsel zu sehen. Wir haben damit 2 Fliegen mit einer Klappe erschlagen. Hinzu kommt noch, dass diese Region touristisch noch nicht wirklich erschlossen und überlaufen und damit noch sehr ursprünglich ist. Ich, als Nichttaucher, bin bei diesem Geschenk wirklich über meinen Schatten gesprungen, denn es gibt hier in erster Linie Tauchen, Tauchen und nochmals Tauchen. Die anderen touristischen Highlights sind sehr schnell abgehakt und dann bleibt wieder nur Tauchen, tauchen und abermals tauchen. Ich hoffe aber sehr, dass ich bei einigen Fahrten als Schnorchler mit dabei sein kann.

Dieser Beitrag wurde unter 2016 Yap & Palau, Reisen abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.