Besuch der Bergbaustadt Røros und der nahe gelegenen Olavsgrube

Auf der letzten Hälfte der Fahrt von Trondheim nach Røros wähnten wir uns in Schweden. Sehr flaches Land, Wälder so weit das Auge reicht und Seen in Unmengen. Dazwischen rote Holzhäuser. Wirklich Schweden pur! Das ist allerdings kein Wunder, liegt die Grenze zu Schweden nicht allzu weit entfernt.

Erst 1977 wurde die letzte Kupfermine der Region geschlossen, da es nicht mehr möglich war Kupfererz rentabel zu fördern.

Nachdem uns Røros so begeistert hat war für uns klar, dass wir auch noch die gut 13 km entfernte Olavsgrube besichtigen wollen. Sie wurde 1977 stillgelegt und dient heute nur noch als Touristenattraktion. Eigentlich handelt es sich bei der Olavsgrube um zwei Bergwerke. Nämlich um die Grube Nyberget, der zweitältesten Grube des Bezirks, die schon im 17. Jh. Kupfer lieferte und um die Kronprins Olavs Grube, die unterhalb der Grube Nyberget liegt. Hier wurde mit modernen Fördermethoden gearbeitet, die gute alte Handarbeit hatte bereits ausgedient.

Die Unterschiede zwischen „alter“ und „neuer“ Grube sind im Rahmen der Führung gut ersichtlich. Die Führung geht 50 m unter die Erde und 500 m in die Stollen hinein. In der Grube herrscht ständig eine Temperatur von 5° C. Obwohl wir wirklich warm eingepackt waren, waren wir nach Ende der 1stündigen Führung leicht durchgefroren. Wenn ich mir nun vorstelle, ich müsste hier wie im 17 Jh. 12 Std. am Tag arbeiten – der reinste Horror!

Die Führung gibt es in englischer und in norwegischer Sprache. Unsere Führung in englisch wurde von einer sehr netten und wirklich kommunikativen Studentin geleitet. Da wir nur zu viert bei der Führung waren, war  ein sehr intensiver Austausch mit ihr möglich. Wir haben dabei unheimlich viel über die Grube und das Arbeiten darin in Vorzeit und heutiger Zeit erfahren. Die Führung war wahnsinnig interessant, lehrreich und sehr kurzweilig und die Zeit ist nur so verflogen.

Wir können den Besuch von Røros und der Olavsgrube wirklich sehr empfehlen und jedem nur ans Herz legen. Auch wenn das Städtchen üblicherweise nicht unmittelbar an der normalen Reiseroute liegt, wird der „Umweg“ mehr als aufgewogen. Es lohnt sich wirklich!!

 

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