Blick in lebhafte Huskyaugen

Auf der E 45 ging es geradewegs nach Arvidsjaur in Lappland. Eine wunderschöne Strecke. Der Verkehr wird noch ruhiger und die Besiedelung immer dünner. Wir wundern uns immer wieder, wo im nirgendwo ein bewohntes Haus steht und fragen uns dann immer, was die Bewohner dazu gebracht hat, gerade hier am A…. der Welt, in voller Abgeschiedenheit, ihre Wurzeln zu schlagen.

Obwohl die Straße meistens immer gerade dahin geht, ist größte Vorsicht und Aufmerksamkeit geboten, da immer wieder Rentiere unverhofft die Straße kreuzen bzw. seitlich an der Straße unterwegs sind.  Die Achtung-Rentierschilder an der Straße sind nicht zur Zierde für die Touristen da, wie wir nach unserer ersten Vollbremsung feststellen mussten.

Die Böden der Wälder sind alle bedeckt mit köstlichen Heidelbeeren. Da ist immer wieder anhalten und pflücken für den Frühstücksjoghurt Pflicht. Pflücken tue allerdings nur ich; Robert hat mir dafür –ganz uneigennützig versteht sich – einen speziellen Blaubeer-Pflücker gekauft. Mit dem geht es dann schneller, als von Hand.

Ich habe in der Vergangenheit immer wieder Reportagen von Hundeschlittentouren in Lappland gehört und da war ich natürlich ganz wild drauf, Huskies aus der Nähe zu sehen und mehr über die Tiere zu erfahren. Wir haben daher ein ausgewandertes schweizerisches Paar besucht, die 60 Huskies haben und im Winter Husky-Schlittentouren anbieten.  Wir durften mit in den Auslaufzwinger der Huskies und sind ganz eng mit diesen in  Berührung gekommen Darüber hinaus haben wir noch eine ganze Menge an Informationen bekommen und haben gelernt, dass das eine oder andere Klischee alles andere als wahr ist.  Ich hätte nicht gedacht, dass die Huskies so verschmust sind. Fast alle im Auslaufgehege (und es waren doch dann fast an die 20 Hunde) haben sich bei uns ihre Streicheleinheiten –mehr oder weniger tempramentvoll- abgeholt. Wenn so ein Hund einen mit den Vorderpfoten anspringt, merkt man gleich, welche Kraft dahintersteckt und man muss ein bischen aufpassen, dass man nicht nach hinten fällt.  Folgen tun die alle aufs Wort.

Vom Aussehen her hätte ich beim ersten Blick nicht gedacht, dass es sich um Huskies handelt – für mich waren Huskies immer kleine, drahtige schwarz-weiß gemusterte  Fellbündel mit strahlend blauen Augen. Diese Huskies hätte ich eher in die Ecke „große Promenadenmischung“ gesteckt. Aber nun weiß ich, dass es verschiedene Rassen gibt und es sich bei den meisten um alaskische Huskies handelt, die eben nicht diesem Klischee entsprechen

Wir waren über 1 Std. bei den Hunden und danach war erst einmal umziehen angesagt, so dreckig und haarig wie wir dann waren.

Das ganze ist wirklich sehr gut gemacht und findet in einer sehr privaten und persönlichen Atmosphäre statt. Es war für uns ein einmaliges Erlebnis, an das wir uns sicherlich lange erinnern werden. Wer das Ganze auch live erleben möchte, dem kann man diese „Firma“ wirklich ans Herz legen – www.wildact.ch.

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