Der Vildmarksvägen – auf 4 Rädern durch das Fjäll

In unserem Reiseführer nicht zu finden, aber dank eines Tipps von einem kundigen Schwedentouristen, den wir bei einem Übernachtungsplatz getroffen haben, nicht vor uns verborgen geblieben.

Der Vildmarksvägen ist eine Ringstraße (Weg 342), die von Strömsund im Jämtland über das Fjäll und Städtchen wie Vilhelmina, Dorotea und Hoting wieder zurück nach Strömsund verläuft. Man passiert dabei auch Süd-Lappland. Gelegen ist das ganze an der Westseite von Schweden an der Grenze zu Norwegen.

Der insg. 540 km lange Weg ist sehr abwechslungsreich. Er schlängelt sich durch kilometerlange Wälder mit den obligatorischen Seen – einer malerischer als der andere, über das Kahlfjäll oberhalb der Baumgrenze und dann durch ein Gebiet, das an die Gebirgsbachläufe unserer Alpen erinnert.

Die Highlights für uns waren:

Der Hällingsafallet, ein 42 Meter hoher Wasserfall, bei dem das Wasser in einen engen Canyon hineingedrängt wird. Bei sonnigem Wetter bilden sich aufgrund des Sprühnebels drei bis sechs Regenbögen. Wir selbst konnten leider nur zwei sehen. Nichts destotrotz sehr gewaltig und imponierend.  Am schönsten ist es, wenn man am Rastplatz 2,5 km südlich des Wasserfalls parkt und von dort flussaufwärts dem gekennzeichneten Pfad entlang der Hällingsan Schlucht folgt und nicht direkt zum Parkplatz am Wasserfall fährt.

Die einmalige Abendstimmung an einem See nahe Stora Blasjön, an dem wir übernachtet haben und über Stunden die veränderte Verfärbung des Himmels mitverfolgen konnten.

 

 

Das Kahlfjäll (ca. 800 Meter über Meeresspiegel). Man kommt aus der waldreichen Gegend und ist in Null-Komma-nix auf einer Ebene, wo nichts mehr ist ausser endlose Heideflächen. Hier haben wir –wenn auch in weiter Entfernung und nur mit dem Fernglas- unsere erste Rentierherde gesehen, die hier im Sommer ihren Weideplatz hat. Der Trappstegsforsen, einen mehrere hundert Meter langen Wasserfall mit auffälliger Treppenform und nicht zuletzt die Wasserläufe, die an unsere Gebirgsbäche erinnert haben.

Obwohl der Vildmarksvägen alles andere als zentral liegt und sich normalerweise nicht auf der von den deutschen Touristen befahrenen Route befindet, lohnt der zeitliche Aufwand auf jeden Fall – vorausgesetzt, man hat die entsprechende Zeit dafür.  3-5 Tage sollte man dafür schon ansetzen, wenn man auch ein wenig wandern und nicht den ganzen Tag im ‚Auto sitzen möchte.

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