Dubrovnik, die Perle der Adria

Ein traumhafter Tag in der Altstadt von Dubrovnik

Dubrovnik wird zu Recht als die Perle der Adria bezeichnet. Die Altstadt von Dubrovnik ist einfach atemberaubend und einzigartig. Sie ist eine Stadt der Superlative. Leider nicht nur was die Spuren der Vergangenheit angeht. Sondern auch die immer großen Massen von Touristen und das hohe Preisniveau. Dubrovnik ist weltweit bekannt und jeder möchte es persönlich kennenlernen. Uns erging es ja auch nicht anders.

Das für uns faszinierendste an Dubrovnik ist die Stadtmauer. Sie umschließt die Altstadt komplett. Die Umrundung der Altstadt auf der Mauer ist ein unvergessliches, wenn auch nicht ganz billiges Erlebnis. Für die Begehung der Stadtmauer wird pro Person 20 Euro Eintritt verlangt. Aber dieses Highlight ist es auch absolut wert. Einfach unbeschreiblich schön sind die Blicke von dort oben hinunter auf das Meer an Dächern. Zu unserem großen Glück hatten wir einen ganz besonders sonnigen Tag. Der Wettergott hatte es ausnahmsweise einmal gut mit uns gemeint. Das Sonnenlicht tauchte die Altstadt in einen besonderen Glanz. Ich konnte gar nicht mehr mit dem Fotografieren aufhören. So traumhaft schön war alles. Mein lieber Mann nahm dies zum Anlass mich mit meinem 86jährigen Onkel zu vergleichen. Der fotografiert nämlich immer was der Teufel hält. Mindestens vier Aufnahmen ein und desselben Motives sind bei ihm die Regel. So schlimm war es bei mir aber bei weitem nicht!!! Sehr beeindruckt haben uns auch die Ausblicke auf das Fort Lovrijenac. Dieses thront außerhalb der Altstadt hoch oben auf einem Felsen. Nicht zu vergessen die Reste der Forts Bokar und Minčeta, durch die die Mauer u.a. verläuft. Beide verströmen einen eigenen Reiz. Sehr malerisch ist auch der Blick auf den alten Hafen. Vor lauter Staunen und Begeisterung haben wir für die Umrundung mehr als eine Stunde gebraucht. Und natürlich auch für das Fotografieren. Danach stand erst einmal eine Pause in Form eines ausgedehnten Mittagessens auf dem Programm.

Gut gestärkt ging es danach durch die Gassen der Altstadt. Diese sind aufgrund ihrer besonderen Anordnung gut zu erkunden. Es gibt mehrere Querstraßen, die von unzähligen vertikalen Straßen durchzogen sind. Diese haben uns besonders gut gefallen haben. Sie sind sehr schmal und haben eine nicht gerade geringe Steigung. In unteren Teil sind noch Restaurants, Cafes und Bistros angesiedelt. Im oberen Teil dagegen finden sich Wohnhäuser. Hier wird noch auf quer über die Gasse gespannten Leinen die Wäsche getrocknet. Oder dem Blumenschmuck gefrönt. Gerade dieser Gegensatz aus touristisch und ursprünglich wirkte auf uns sehr anziehend.

Für den besonders kulturell Interessierten gibt es auch noch Kirchen, Museen etc. zu besichtigen. Wir haben allerdings darauf verzichtet. Das Schlendern durch die Gassen und das Laufen auf der Mauer war für uns schon berauschend genug. Der Tag in Dubrovniks Altstadt war ein absolutes Highlight. Wir reihen uns in die Schlange der Fans und Bewunderer ein. Dubronik, wir kommen wieder! Versprochen!!!

Der große Sprung von der Kvarner Bucht nach Dubrovnik

Der eine oder andere wird sich fragen, was wir für eine spezielle Reiseplanung haben. Erst noch in der Kvarner Bucht und dann gleich in Dubrovnik. Dazwischen liegt doch noch eine ganz große Menge an Sehenswertem. Vollkommen richtig! Die unorthodoxe Reiseroute ist dem Wetter geschuldet. Bei unserer Ankunft auf dem Festland regnete es nämlich was nur runterging. Besserung war für die nächsten Tage leider nicht angesagt. In Dubrovnik dagegen war es lt. Wetterbericht trocken mit Sonnenschein. Die nächsten Tage sollte es dort auch so bleiben. Ob wir nun an der Küste bis nach Dubrovnik runterfahren oder von Dubrovnik an der Küste rauffahren kommt auf das gleiche raus. Gesagt und getan und ab ging es in nahezu einem Rutsch nach Dubrovnik.

Die landschaftlich reizvolle und abwechslungsreiche Fahrt nach Dubrovnik

Nachdem wir an der Küste entlang wieder zurückfahren, haben wir uns für den Hinweg für die mautpflichtige Autobahn entschieden. Über diese erreichen wir unser Ziel einfach am schnellsten. Wer meint, dass die Autobahnstrecke eintönig ist, den muss ich eines Besseren belehren. Wir fanden die Strecke sehr schön. Die noch relativ neue und gut ausgebaute Autobahn führt an weiten Strecken an karstigen Berghängen des Velebitgebirges vorbei. Teilweise sind diese im unteren Bereich stark bewachsen mit kleineren Laubbäumen, Olivenbäumen und diversen Büschen. Einige der Bäume zeigen bereits Zeichen der herbstlichen Verfärbung. Wirklich schön anzusehen. Besonders reizvoll war der Ausblick auf die Ortschaft Maslenica mit Ihrem Mündungsarm an der Küste und den dahinterliegenden Karstbergen. Wir waren davon so begeistert, dass wir sogleich von der Autobahn abgefahren sind. Dort am Wasser bzw. dem Kiesstrand haben wir dann eine ausgedehnte Mittagspause verbracht. Ach, wie war das herrlich!

Die letzten knapp 90 km sind dann durchgehend Landstraße. Diese führt u.a. durch das fruchtbare und sehr grüne Neretva-Delta. Die Produkte aus dieser Region können an zahlreichen Ständen entlang der Straße erworben werden. Und dann geht es immer auf der Küstenstraße entlang bis nach Dubrovnik. Auf der einen Seite tolle Aussichten auf die Küste und die an ihren Hängen liegenden kleinen Dörfer. Auf der anderen Seite die karstigen Berghänge. Ein sehr kurzes Stück des Weges führt durch Bosnien-Herzegowina. Die Grenzübertritte sind jedoch absolut problemlos. Für unsere Ausweise hat sich keiner der Grenzbeamten so recht interessiert. Die Anfahrt nach Dubrovnik war für uns wirklich sehr abwechslungsreich und hat uns schon sehr gut gefallen.

 

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