Fahrt mit der Museums-Dampfeisenbahn von Krøderen nach Vikersund

Der Weg nach Krøderen

Ein wenig „aufgewärmt“ und verwöhnt durch den herrlichen und sonnigen Tag in Lillehammer sind wir gleich „leichtsinnig“ geworden. Statt auf direktem und schnellsten Wege von Lillehammer weiter in den Süden zu fahren sind wir erst einmal auf der E6 durch das Gudbrandsdal wieder ein Stück zurück in den Norden. Wir können jetzt sagen, dass auch die Landschaft entlang der E6 ihren Reiz hat und dass es nicht wirklich notwendig ist, den Peer-Gynt-Weg zu fahren.

Jotunheimen Nationalpark

Durch den Jotunheimen Nationalpark ging es nach Krøderen.

Warum sind wir wieder zurück in den Norden? Wir wollten unbedingt noch die landschaftlich schöne und herausragende Strecke der Straße 51 von Hindseter bis nach Beitostølen fahren. Bekannt ist diese unter dem Begriff „Valdresflya“. Die Strecke ist wirklich einmalig, um nicht zu sagen der Hit! Ganz oben führt sie entlang des Jotunheimen Nationalparks und bietet phantastische Ausblicke auf die vielen schneebedeckten Berggipfel. Einfach ein unglaublich schöner Anblick. Der größte Teil des Nationalparks liegt über der Baumgrenze, die knapp an die 1200 m heranreicht. Die Flora ist dadurch entsprechend geprägt, Fjellheide und Moore dominieren. Bei so einer phantastischen Landschaft haben wir die dortigen 10° C einfach ignoriert. Das ging auch ganz gut, da wir nicht vorhatten, hier oben zu wandern. Obwohl der Jotunheimen Nationalpark das Mekka schlechthin für Wanderer und Bergsteiger ist. Beim nächsten Norwegen Besuch werden wir dies dann allerdings nachholen.

Unsere Fahrt mit der der Dampeisenbahn

Danach ging es dann aber schnurstracks immer weiter in den Süden. Bis nach Krøderen haben wir es geschafft. Dort sind wir dann allerdings „hängen“ geblieben. Der Grund dafür war, dass dort immer sonntags im Juli und August die alte (Museums-)Dampfeisenbahn auf der 26 km langen Strecke bis nach Vikersund betrieben wird. Sie selbst bezeichnen sich als Norwegens längste Museumseisenbahn. Dieses Ereignis wollten wir uns nicht entgehen lassen.

Wir sind mit der Dampflokomotive  1122 Typ E2 von 1912 gefahren nebst den historischen Triebwagen. Beim Anblick der zischenden und rauchenden Dampflock kamen auch gleich nostalgische Gefühle hoch. Diese haben sich während der Fahrt noch verstärkt. Insbesondere, wenn man nicht drinnen im Wagon sitzenbleibt, sondern sich draußen auf die kleine Plattform stellt, die die einzelnen Wagons miteinander verbindet. Die Fahrt mit einer Dampfeisenbahn (Regelspureisenbahn mit Dampf) war für uns wirklich ein besonderes Ereignis. Es fährt sich irgendwie anders. Um einiges beschaulicher und ruhiger. Obwohl die Geräuschkulisse des Dampfantriebes während der gesamten Fahrt präsent ist. Dies ist jedoch nicht störend, sondern gehört als etwas Besonders einfach mit dazu. Die Fahrstrecke ist landschaftlich gesehen nicht besonders schön. Allerdings ist diese hier auch vollkommene Nebensache.


Es geht einfach um die alte Dampflok und das Fahrgefühl mit ihr. Jetzt wissen wir, wie unsere Vorfahren mit der Bahn unterwegs waren. Ob diese daran allerdings auch soviel Spaß und Freude daran hatten, wie Robert und ich, bleibt allerdings deren Geheimnis. Es war ein wirklich gelungener und sehr kurzweiliger Sonntagsausflug.

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