„Privat-„ Führung durch die Cremant Tuffsteinkeller der Maison Veuve Amiot

Cremantkellerei Veuve Amiot

Unter anderem in Saumur wurden in der Vergangenheit in den Kalksteinbrüchen die Tuffsteine für den Bau der Schlösser, Burgen uns Herrenhäuser gewonnen. Mittlerweile sind diese Steinbrüche aber stillgelegt. Nachdem dort optimale klimatische Bedingungen für die Entwicklung der feinen Cremants herrschen, werden diese nun von den Kellereien zur Herstellung und Lagerung ihrer Schaumweine benutzt.
Mit 15 Mio. Flaschen jährlich ist die Saumurois die nach der Champagne bedeutendste Erzeugerregion edler Schaumweine in Frankreich. Die Champagner-Herstellung ist in ganz Frankreich dieselbe, doch veranlassten die Kellereien der Champagne, dass méthode champenoise nur auf den eigenen Flaschenetiketten erscheinen darf. Seither garantiert die Formel méthode traditionelle bei den Cremants von der Loire für Flaschengärung.
Bei Saumur, in der Ortschaft Saint-Hilaire-Saint-Florent befinden sich nahezu alle Sektkellereien und praktischerweise alle in der gleichen Straße. Nachdem wir keine Cremant-Kenner sind, standen wir vor der Qual der Wahl, welche Kellerei wir uns nun ansehen sollten.
Gott sei Dank, haben wir wieder einmal verdammtes Glück gehabt. Einmal in der Wahl der Kellerei, die wir besichtigt haben und zum anderen in der Teilnehmerzahl der Führung. Wir haben uns für die Kellerei Veuve Amiot entschieden, wohl, weil uns die Beschreibung „fünf Kilometer Tuffsteinkeller und ein imposanter Firmensitz aus dem 19. Jahrhundert“ am meisten angesprochen hat. Während der Führung hat sich dann herausgestellt, dass diese Kellerei die einzige ist, die noch ihre gesamte Produktion in den Tuffsteinkellern hat und diese nicht nur noch für die Touristen gleich einem Museum nutzt. Damit haben wir die gesamte Produktionskette mit all ihren verwendeten Maschinen sehen können. Und als Sahnehäubchen oben drauf wurde für uns alleine eine Führung durchgeführt, obwohl wir die einzigen für die englische Führung waren und die Führung und Verkostung zudem umsonst ist.

Kellereiführung bei Verve Amiot

Die Führung war wahnsinnig informativ und ich kann diese jedem nur aufs Wärmste empfehlen. Am meisten beeindruckt haben mich die Maschinen. Die schauen, gemessen an ihrer Größe in Relation zu den 3-4 Millionen Flaschen Output pro Jahr, richtig klein und überschaubar aus. Das Verkosten am Ende kam auch nicht zu kurz und ich muss sagen, die Cremants dieses Hauses sind wirklich lecker. Überraschenderweise, hat der eine oder andere sogar dem Robert geschmeckt, wo er doch sonst nicht so auf diese „Blubber-Brause“ steht. Damit verwundert es dann auch nicht, dass wieder ein Kisterl seinen Weg in unseren „Kofferraum“ gefunden hat. Langsam wird der Platz nun aber wirklich eng …!!!! Robert ist in dieser Beziehung allerdings noch sehr zuversichtlich und vertraut auf meine Einräum- und Stapelkünste.

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