Abbaye Rovale de Fontevraud – eine der größten Abteien des Abendlandes

Die Klosterstadt von Fontevraud. Bis Mitte 1960 eines der gefürchtetsten Gefängnisse in Frankreich.

Normalerweise sind wir nicht so große Fans von Kirchen und Abteien. Aber diese in Frankreich größte noch erhaltene Klosteranlage hat uns dann doch, allein aufgrund ihrer Größe, beeindruckt. Sie wurde 1101 von dem Einsiedler und späteren Wanderprediger Robert d’Abrissel gegründet und beherbergte gleichzeitig Nonnen, Mönche, Kranke, Aussätzige und Krankenschwestern. Dies war in der damaligen Zeit etwas Besonderes. Selbst als Laie sieht man, dass in die Abtei viel Geld investiert wurde. So verwundert es dann auch nicht, dass viele Frauen aus dem Hochadel zu Äbtissinen ernannt wurden. Die jeweilige Mitgift muss auf jeden Fall beachtlich gewesen sein. Nach der französischen Revolution wurde der Orden aufgelöst und die Gebäude teilweise zerstört. Ab 1804 bis 1963 bzw. in einem kleinen Teil bis 1985 wurde das Gebäude als Gefängnis genutzt. Eingesperrt zu sein ist schon schlimm genug, aber an so einem nasskalten, zugigen und düsteren Ort, das muss in meiner Vorstellung ganz besonders furchtbar gewesen sein.

Grab von Richard Löwenherz

Alles in allem eine sehr interessante Besichtigungstour. Beinahe hätte ich vergessen zu erwähnen, dass die Abteikirche auch das Grab von Richard Löwenherz beherbergt. Sein Grab ist aber alles andere als spektakulär und aufwendig gestaltet, als man aufgrund seiner sagenumwobenen Geschichte vermuten würde.

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