Santiago de Compostela, Endpunkt des Jakobswegs

Wir können uns nicht rühmen, den Jakobsweg entlang gepilgert zu sein. Ehrlich gesagt haben wir es nicht so mit dem Pilgern. Wir haben uns von dem ganzen Hype nicht anstecken lassen. Wir sind lediglich die letzte 1,675 km lange Etappe des Jakobsweges zur Kathedrale gelaufen. Und das auch eher aus Versehen. War dies doch die kürzeste Fußstrecke von unserem Campingplatz in die Altstadt. Dies soll aber nicht bedeuten, dass wir keinen Respekt vor den Pilgern des Jakobswegs hätten.

Santiago de Compostela ganz im Zeichen des heiligen Jakobus

Ziel der ankommenden Pilger in Santiago de Compostela ist die Prazo do Obradoiro. Ein wirklich riesiger Platz, umgeben von stattlichen, um nicht zu sagen herrschaftlichen Gebäuden. Wir haben hier ein paar Pilger gesehen, die von Ihren Emotionen und Gefühlen am Endpunkt angekommen zu sein übermannt wurden. Ein wirklich rührender Moment.  

Beherrscht wird der Platz allerdings von der Kathedrale, dem Monument des heiligen Jakobus. Die Kathedrale ist wahrlich als majestätisch zu bezeichnen. Auch wenn sie im Lauf der Zeit umgestaltet wurde blieb ihr Kern seit dem 11. Jahrhundert praktisch unverändert. So kam z.B. im 18. Jahrhundert die barocke Fassade zur Seite der Prazo do Obradoiro hinzu. Derzeit finden im Inneren der Kathedrale umfangreiche Restaurierungsarbeiten statt. Überall stehen Gerüste herum und ein Großteil der Kathedrale ist mit Planen verhängt. Die Größe und Herrlichkeit im Inneren lässt sich damit nur im Ansatz erahnen.

Wir wussten bisher nicht, dass Santiago de Compostela im Mittelalter neben Rom und Jerusalem der drittwichtigste Wallfahrtsort der Christenheit war. Das erklärt uns nun auch die Herrlichkeit und besondere Bedeutung der Kathedrale. In der Krypta unter dem Hochalter der Kathedrale sollen sich die Reliquien des Jakobus und zweier Jünger in den Originalfundamenten des 9. Jahrhunderts befinden. Hinter dem Hochaltar befindet sich die silberne Pelerine der Statue des Jakobus aus dem 13. Jahrhundert. Besucher dürfen diese berühren. 

Die sehenswerte Altstadt von Santiago de Compostela

Santiago de Compostela nur auf den Jakobsweg bzw. den heiligen Jakobus zu reduzieren würde dieser wirklich zauberhaften Altstadt nicht gerecht werden. Ihre langen engen Gassen, die alten Plätze und historischen Bauten sind wirklich sehenswert. Am schönsten ist es, wenn man sich kreuz und quer -scheinbar ohne Ziel- durch das Zentrum treiben lässt. Zwischendurch einen Cafe zur Stärkung in einer der Bars kann auch nicht schaden. Und zur Mittagszeit vielleicht ein paar Tapas. Uns hat die Altstadt unheimlich gut gefallen. Das Flair, dass sie verströmt, hat uns sofort für sie eingenommen. 

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