Schifffahrt auf dem Gardasee

Der Gardasee

Salo, der perfekte Standort für Wohnmobilisten

Mittlerweile ist es uns zur Tradition geworden auf dem Weg nach Italien am Gardasee einen Stopp einzulegen. Besonders wohl fühlen wir uns in Salo. Denn da gibt es einen wunderbaren und noch dazu bezahlbaren Stellplatz. Zu unserem großen Glück nur durch eine schmale Straße vom Gardasee getrennt. Sightseeing und Badefreuden liegen hier unmittelbar beieinander (mehr dazu hier). Wen wundert es also, dass wir uns auch bei unserem diesjährigen Italienurlaub wieder für einen Zwischenstopp in Salo entschieden haben. 

Erkundung des Gardasees und seiner Orte per Schiff 

Am Gardasee lässt man sein Wohnmobil am besten auf dem Stell-/Campingplatz stehen. Die Parkmöglichkeiten für Wohnmobile sind an den einzelnen Orten meist sehr begrenzt und auch nicht gerade günstig. Den Stress der Parkplatzsuche braucht wirklich niemand im Urlaub. Die einfachste und absolut stressfreiste Möglichkeit den Gardasees zu erkunden ist das Linien-Boot. Man kommt mit diesem wirklich bequem zu allen interessanten Orten. Leider ist diese Art der Fortbewegung nicht gerade die günstigste. Dafür bekommt man allerdings aber auch reichlich Gardasee-Feeling.

Die Schiffsrouten unterscheiden sich nach der Lage der jeweiligen Ortschaften. Die Orte unten am Gardasee (z.B. Garda, Bardolino, Lazise, Sirmione), also südlich, werden als Basso Lago bezeichnet. Und die Orte oben am See (z.B. Malcesine, Riva, Limone), somit nördlich, als Alto Lago. Nachdem aller guten Dinge drei sind gibt es auch noch den Interno Lago. Hier sind wir allerdings noch nicht so ganz dahintergekommen, für welchen speziellen Teil/Ortschaften dieser Begriff steht. Lt. Aushang geht es hier von Salo nach Riva und von dort nach Sirmione und wieder zurück nach Salo. Wichtig ist allerdings, die angedachten Routen bzw. Haltestellen bereits im Vorab genau zu planen bzw. festzulegen. Vor allen Dingen sollte man sich bereits im Voraus über die Ankunfts- und Abfahrtszeiten informieren und alles exakt festlegen. Sehr hilfreich ist dafür der Fahrplan der Gardasee-Schifffahrt. Diesen gibt es in Papierform an den jeweiligen An-/Ablegestellen am Schalter oder online im Internet unter www.navigazonelaghi.it.

Von Salo per Schiff über Lazise nach Sirmione 

Uns gefallen ganz besonders gut die Orte Garda, Bardolino, Lazise und Sirmione. Allesamt Touristen-Hotspots. Aber dennoch haben sich diese Orte unseres Erachtens ihr ganz besonderes Flair bewahren können. Wir finden sie einfach nur zauberhaft. Die Basso Lago Route führt ab Salo an all diesen Ortschaften vorbei. Es gibt nun mehrere Optionen für die Erkundung per Schiff. Man kann sich 1-3 Haltepunkte aussuchen, diese erkunden und von dort mit einem der nachfolgenden Schiffe zum nächsten Haltepunkt fahren. Oder man läuft zu Fuss von einem Haltepunkt zum nächsten. Für diese Variante bieten sich als Haltestellen Garda, Bardolino oder Lazsie an. Man kann nämlich in nicht einmal 2 km wunderbar an der Promenade entlang von Garda nach Bardolino laufen. Wer weiterlaufen möchte, für den geht es in knapp 7 km von Bardolino weiter nach Lazise. Das Ganze funktioniert natürlich auch in umgekehrter Richtung.

Wir haben uns jedoch für die erste Variante entschieden. Von Salo ging es mit dem Boot über Lazise (Fahrzeit 1,5 Std. – Aufenthaltszeit in Lazise knapp 2,5 Std.) weiter nach Sirmione (Fahrzeit von Lazise 45 Minuten – Aufenthaltszeit dort 3 ¼ Std.). Und von dort wieder zurück nach Salo (Fahrzeit 35 Minuten). Für uns haben diese Zeiten wunderbar gepasst. Wir konnten uns ausreichend durch die Gassen treiben lassen. Dabei hatten wir auch noch Zeit für ein Mittagessen in Lazise. Und nicht zu vergessen für den Aperol Sprizz spätnachmittags in Sirmione. Während der Schiffsfahrt hatten wir auch ausreichend Gelegenheit die Ortschaften und Häuser am See aus der Wasserperspektive zu genießen und zu bestaunen. Ein wirklich rundum gelungener Tagesausflug, den wir sehr genossen haben. Wir können ihn jedem nur empfehlen.

Noch ein kleiner Tipp am Rande. Auch wenn es am Ausflugstag sehr heiß ist, sollte man auf das Schiff unbedingt eine Jacke mitnehmen. Die Fahrt geht ab Salo nämlich nicht nur am Ufer des Gardsees entlang, sondern auch einmal quer über den See. Der Fahrtwind ist dabei richtig heftig und durchaus sehr kühl. Oben auf Deck ist es dann im Freien nur mit einer Jacke auszuhalten. Am schönsten ist es für uns nun mal auf Deck im Freien und nicht unter Deck. Da kriegt man nämlich unseres Erachtens immer nur die Hälfte der Aussicht mit.

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