Schnorcheln im Jellyfish-Lake – Eintauchen in eine andere Galaxy

Der Quallensee (der Ongeim’l Tketau oder Jellyfish-Lake) ist ein 420 m langer, max. 200m breiter und 30 m tiefer mariner See. Er befindet sich auf dem der Insel Koror vorgelagerten Eiland Eil Malk. Bei diesem See handelt es sich um das touristische Highlight schlechthin in Palau. Denn der See ist meist das ganze Jahr über von etwa 1,5 Millionen Quallen (Medusen) bevölkert. Neben der ungeheuer großen Anzahl der Medusen liegt die weitere Besonderheit darin, dass die Quallen keine Tentakeln oder Nesseln besitzen. Der Kontakt für den Menschen ist damit also absolut ungefährlich. Die Attraktion für bzw. die große Anziehungskraft auf die Touristen liegt darin, dass man in diesem See schnorcheln und den Medusen zum Beobachten ganz nahekommen kann.

Ob der Besuch des Jellyfish-Lakes sich lohnt oder nicht, darüber gehen die Meinungen sehr stark auseinander. Die einen empfinden es als wahnsinnig teure Abzocker-Massenveranstaltung, die es zu vermeiden gilt und die anderen sind restlos begeistert und meinen, es ist ein absolutes Muss. Wir haben bereits im Vorfeld unserer Reise lange überlegt, was wir machen sollen. Gott sei Dank haben wir uns entschieden den Quallensee zu besuchen. Wir haben bereits für die Anreise/Unterkunft so viel Geld bezahlt, dass es nun auf die zugegebenermaßen richtig unverschämten Gebühren nun auch nicht mehr ankommt. Und auf Palau gewesen zu sein und das touristisch „Nationalheiligtum“ nicht gesehen zu haben, das wollten wir dann auch nicht.

Und wir haben uns goldrichtig entschieden. Der Jellyfish-Lake war der absolute Hammer und wir sind immer noch restlos begeistert. Wir haben so etwas noch nicht erlebt. Die Quallen hatten sich an einer Stelle im See versammelt und wir waren mittendrin. Umgeben von einer unzählbaren Masse an unterschiedlich großen umherschwebenden Medusen. Diese sind wirklich unheimlich beeindruckend. Sie schweben scheinbar schwerelos ganz elegant dahin. Ihre Körper sind so filigran und zerbrechlich. Man bekommt sie wirklich aus jeder Perspektive, d.h. von oben, unten oder von der Seite, vors Auge. Wirklich sehr faszinierende komplexe Geschöpfe, an denen wir uns gar nicht satt genug sehen konnten.

 

Wir hatten auch das unheimliche Glück mit unserem Besuch einen Zeitpunkt erwischt zu haben, an dem absolut nichts los war. Bei unserer Ankunft war lediglich eine kleine Gruppe von Asiaten im Wasser, die sich auch bereits schon wieder auf den Weg zurück zum Steg gemacht haben. Alle lustigerweise in Schwimmwesten gehüllt und teilweise auch noch mit einer „Styropor-Wurst“ bewaffnet. Wie die damit schwimmen konnten bleibt mir bis jetzt ein Rätsel. Dank dieser Gruppe wussten wir dann auch gleich, wo sich die Medusen zu diesem Zeitpunkt versammelt hatten und wir mussten dafür nicht den ganzen See suchend abschnorcheln. Die Quallen wandern nämlich während des Tages im See im Gegenuhrzeigerhin umher. Und dann durften wir als zusätzliches Highlight erleben, lt. Guide angeblich ein absolutes Wunder und nur äußerst selten der Fall, dass Robert und ich für lange Zeit die einzigen Schnorchler in diesem See waren und damit die Quallen und den See komplett für uns allein hatten. Man muss auch einmal Glück haben – Juchhuuuu!! Es kommt scheinbar sehr oft vor, dass sich die Besucher bereits am Zugang in Schlangen stauen.

Das Schorcheln mit den Quallen war für uns ein wirklich unglaubliches und einprägendes Erlebnis, das wir auf keinen Fall missen möchten. Abzocke hin oder her!!! Aus unserer Sicht bzw. anhand unseres Erlebten lohnt sich der Besuch auf jeden Fall. Wobei ich mir gerechterweise schon vorstellen kann, dass mit Massen von Asiaten gleichzeitig im See das Erlebnis schon ein wenig getrübt bzw. negativ beeinflusst werden kann.

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