Inselrundfahrt auf Yap, d.h. Männerhäuser, Steingeld, Relikte aus dem 2ten Weltkrieg und ganz viel „Urwald“

Die Insel Yap ist nicht sonderlich groß und gibt in Bezug auf Sehenswürdigkeiten nicht allzu viel her. In einer mehrstündigen Rundfahrt (max. 3-4 Std.) ist es möglich alles Sehenswerte oder ansatzweise Interessantes auf der Insel zu sehen.

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Als Schnorchler Auge in Auge mit Grau- und Schwarzspitzenriffhaien

Yap ist bekannt für seine Großfische – namentlich Haie und Mantas. Der Stammtisch ist berühmt für seine Begegnungen mit Mantas. Der Tauchspot Vertigo dagegen wird von etlichen Grau-und Schwarzspitzenriffhaien zu einem der aufregendsten Haiplätze des Pazifiks gemacht. Roberts beide Tauchgänge des heutigen Tages gingen an diese beiden Plätze und ich konnte als Schnorchler mit. Juchhuuu!!! Weiterlesen

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Auf geht’s nach Mikronesien (Yap und Palau) – die unheimlich lange Anreise nach YAP

Von der Vorfreude haben wir lange gezehrt, aber nun war es soweit, wir haben uns auf den Weg nach Mikronesien und zwar nach Yap und Palau gemacht. Die Aufstellung des Flugplanes hat uns bereits angezeigt, dass es kein Zuckerschlecken werden würde. Es dann aber selbst zu erleben bzw. durchzumachen ist allerdings doch wieder eine andere Angelegenheit. Wir hätten nicht gedacht, dass uns die Anreise so schlauchen würde. Es war wirklich grenzwertig. Das lag allerdings nicht an den Flugzeiten, sondern an den wirklich langen und damit nervigen Zwischenaufenthalten bzw. Wartezeiten auf die Anschlussflüge.

Der Flughafen in Taipeh ist sehr groß und sorgt daher etwas für Abwechslung. Aber irgendwann hat man auch genug von den immer gleichen Geschäften. Um die Zeit etwas schneller rumzukriegen und gleichzeitig zu entspannen, haben wir uns in Taipeh am Flughafen massieren lassen. Aus meiner Sicht war das keine wirklich gute Idee, denn ich musste schmerzlich erfahren, dass es sich um keine Wellnessmassage handelte.

Die Dame massierte mit so viel Druck, als wenn sie danach bezahlt werden würde. Englisch verstand sie keines und mein Stöhnen und krampfhaftes Schnaufen hat sie ignoriert. So blieb der Druck unverändert gleich stark. Ich weiß bis jetzt nicht so recht, ob mein blauer Flecken am Oberarm daher rührt oder ob ich mich irgendwo gestoßen habe. Am Flughafen in Palau ist dagegen total tote Hose und wir saßen hier wirklich nur herum und haben darauf gewartet, dass die Zeit vergeht. Außerdem werden wir leider bekanntlich auch nicht jünger und im „Alter“ steckt man es halt leider nicht mehr so einfach weg.

Nach 37 Stunden Reisezeit (fast 18 Stunden Flugzeit und gute 16 Std. „Wartezeit“ und insg. +9 Stunden Zeitverschiebung sind wir dann furchtbar müde um 03:00 Uhr in der Früh im Hotel angekommen. Ob sich dieser „Aufwand“ auch wirklich lohnt, werden die nächsten Tage auf Yap zeigen.

Der Ablauf der Anreise im Detail war wie folgt:

  • Freitag 05:15 Uhr Abholung mit dem Taxi
  • 07:Uhr Flug nach Frankfurt – Dauer 1 Std. 10 Min
  • 2 Std. 20 Minuten Wartezeit in Frankfurt auf Flug nach Taipeh
  • 12 Std. Flug nach Taipeh (+7 Std. Zeitunterschied) und dort 8 Std. Wartezeit auf Weiterflug nach Palau
  • 3,5 Std. Flug nach Palau (+1Std. zusätzlichen Zeitunterschied) und dort 6 Std. Wartezeit auf Weiterflug nach Yap
  • 1 Std. Flug nach Yap (dort wieder +1 Std. zusätzlichen Zeitunterschied)
  • Ankunft im Hotel auf Yap am Sonntag um 3:00 Uhr in der Früh

Ich werde immer gefragt, wo denn Mikronesien bzw. Yap und Palau liegt. Für die Interessierten gibt es dazu noch ein paar Informationen (noch mehr und detaillierte Informationen gibt es auf wikipedia):

Die Yap-Inseln sind ein Atoll, dass im Archipel der Westkarolinen gelegen ist. Sie zählen geopolitisch zum Bundesstaat Yap, der wiederum ein Teilstaat der Förderierten Staaten von Mikronesien ist. Sie liegen 1300 km von Neuguinea und 870 km von Guam entfernt. Yap besteht aus einer Fläche von 56 km2 und hat 6000 Einwohner. Interessant finde ich, dass die Inseln sich früher im spanischen Kolonialbesitz befanden und 1899 an das deutsche Reich verkauft wurden. Zudem waren die Inseln von 1914 bis 1945 von japanischen Streitkräften besetzt. Die Amtssprache ist englisch und USD ist die Landeswährung.

Die Republik Palau besteht aus 8 Hauptinseln und etwa 220 kleineren Inseln im Nordpazifik südöstlich der Philippinen. Es hat eine Größe von 459 km2 und geschätzte 21.265 Einwohner. Die Amtssprache ist hier ebenfalls englisch. Auch die Geschichte (spanischer Kolonialbesitz, Bestandteil deutsches Reich und japanische Geschichte) teilen sie sich. Im Gegensatz dazu gehört die Republik Palau allerdings nicht zu den Förderierten Staaten von Mikronesien. Die Bürger haben sich 1987 gegen die Beteiligung und für die Unabhängigkeit ausgesprochen.

Eine weitere Frage, die mir in diesem Zusammenhang auch immer wieder gestellt wird, ist, wie wir denn auf Yap und Palau als Urlaubsziel gekommen sind. Diese Frage ist schnell und leicht beantwortet. Beide Destinationen verfügen über ausgezeichnete und einzigartige Tauchgebiete. Nach weitläufiger Meinung sollte jeder Taucher einmal dort gewesen sein. Nachdem Robert seinen runden Geburtstag hatte und zudem Taucher ist, hat sich diese Destination als dass etwas besondere Geburtstagsgeschenk angeboten. Zudem waren Yap und Palau Schauplätze im 2ten Weltkrieg und es gibt daher für Robert als Geschichtsinterresierten mit Schwerpunkt 2ter Weltkrieg einige Überbleibsel zu sehen. Wir haben damit 2 Fliegen mit einer Klappe erschlagen. Hinzu kommt noch, dass diese Region touristisch noch nicht wirklich erschlossen und überlaufen und damit noch sehr ursprünglich ist. Ich, als Nichttaucher, bin bei diesem Geschenk wirklich über meinen Schatten gesprungen, denn es gibt hier in erster Linie Tauchen, Tauchen und nochmals Tauchen. Die anderen touristischen Highlights sind sehr schnell abgehakt und dann bleibt wieder nur Tauchen, tauchen und abermals tauchen. Ich hoffe aber sehr, dass ich bei einigen Fahrten als Schnorchler mit dabei sein kann.

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Der Krüger Nationalpark – das Reise-Highlight schlechthin!!!!

 

Mit dem Flieger in den Krüger Nationalpark

Der Krüger-Park besteht aus einem schmalen Landstrich an der Grenze zu Mosambik. Er erstreckt sich über 414 km durch die Provinzen Limpopo und Mpumalanga, vom Pafuri Gate im Norden zum Malelane Gate zum Süden. In der Südregion ist das meiste Wild zu finden und daher zieht es die meisten Besucher in den Norden. Auch wir waren im südlichen Krüger Nationalpark unterwegs.

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Nördliche Drakensberge: Das Amphitheater im Royal Natal National Park, der wohl bekannteste Teil der Drakensberge

Beim Amphitheater handelt es sich um eine halbmondförmige steile Felskante, die Teil der den Nationalpark praktisch umschließenden Schichtstufe ist. Sie ist fast 1 km hoch und etwa 4 km breit. Sie formt so etwas wie eine Hochebene, über welcher der Tugela Fluss in die Tiefe stürzt. Ich war schon mächtig gespannt auf diesen sicherlich gigantischen Anblick. Zumal von unserer Unterkunft, der Montusi Mountain Lodge, sich ein prächtiger Ausblick auf das Amphitheater bieten soll. Bei unserer Ankunft wurden wir in dieser Beziehung erst einmal enttäuscht. Die Berge lagen komplett im Nebel und es ließ sich nicht einmal ansatzweise erahnen, dass sich hinter der Nebelwand noch etwas befindet.

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Zentrale Drakensberge: Vom Hartford House aus zum Giant’s Castle Nature Reserve und Highmoore Nature Reserve

Unsere Unterkunft, das Hartford House, war einst das Heim der Familie des letzten Premierministers der Kolonie Natal und befindet sich auf einem der berühmtesten Vollblutgestüte in Südafrika in der Nähe des Giant’s Castle Reserve.

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Mit dem Geländewagen über den Sani Pass nach Lesotho – ein atemberaubendes Erlebnis!!

Der Sani Pass stellt die einzige Möglichkeit dar, mit dem Auto in die Berge hinaufzufahren und den höchsten mit einem Fahrzeug erreichbaren Punkt in Südafrika (2.873 m) zu erreichen. Tief unten blickt man auf das Tal des Mkhomazana River. Er ist zudem die einzige Straße von KwaZulu Natal nach Lesotho. Die Fahrt über den Pass ist einfach sensationell und für jeden Touristen ein absolutes Muss!

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Von Kapstadt nach Durban und weiter nach Himeville zum südlichen Teil der Drakensberge – ein Tag voller Überraschungen

Unser nächstes Ziel sind die Ukhahlamba Drakensberge (Informationen zu den Drakensbergen gibt es am Ende dieses Artikels) und zwar zuerst der südliche Teil. Um zu diesem zu gelangen ging es mit dem Flugzeug nach Durban und von dort ca. 220 km weiter mit dem Auto nach Himeville (bei Underberg). Weiterlesen

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Ausflüge im Wineland Südafrikas

Südafrikas Weine haben sich einen sehr guten Ruf erarbeitet und sind mittlerweile einer breiten Masse bekannt. Das Weinanbaugebiet liegt ca 50 km von Kapstadt entfernt und besteht aus 5 Regionen (Drakenstein und Stellenbosch – das Kerngebiet, Breede River Tal, Witzenberg und Langeberg). Die bekanntesten Orte dort sind Paarl, Franschhoek und Stellenbosch.

Wir haben in Stellenbosch für die nächsten Tage Quartier bezogen. Aus unserer Sicht ist Stellenbosch dafür ideal – idyllisch gelegen an großen Bergformationen, große Auswahl an Restaurants, zahlreiche Weingüter in der näheren Umgebung, sehr nette Ortschaft mit noch vielen alten Bauten/Häusern im kapholländischen Stil, guter Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung. Stellenbosch ist einfach ein quirliges Universitätsstädtchen mit mehr als nur einer für Touristen interessanten Straße. Es gibt sogar ein paar lt. Reiseführer interessante Museen. Um die haben wir aber einen großen Bogen gemacht.

Schon bei der Anfahrt zu unserer Unterkunft sind wir an zahlreichen Hinweisschildern von Weingütern vorbeigefahren. Egal, welche Straße man befährt, rechts und links der Straße weisen Unmengen an Schildern auf die Weingüter hin. Komplett überfordert waren wir endgültig dann, als wir die Broschüre mit allen Weingütern in und rund um Stellenbosch in Händen hielten. Es waren gefühlt Hunderte! Welches der Weingüter wollen bzw. sollen wir besuchen? Bei so viel Auswahl fällt die richtige Wahl schwer. Zudem waren uns bis auf wenige seltene Ausnahmen die Weingüter allesamt unbekannt. Es war die reinste Qual…!!!! Am Besten macht man sich kurz die Arbeit und liest die kurzen Beschreibungen zu den einzelnen Gütern durch oder lässt sich in seiner Unterkunft/Touristeninformation beraten. Die einen Weingüter haben nur Rotweine, andere sind bekannt für die alte Bausubstanz – sprich die alten original kapholländischen Häuser, manche bestechen durch die einzigartige Aussicht auf die Umgebung, wiederum andere haben noch diverse Freizeiteinrichtungen für die ganze Familie mit dabei, andere sind bekannt für tolle Lunch Picknicks oder ihre hervorragende Küche im angeschlossenen Restaurant/Bistro. Wir haben die Erfahrung gemacht, egal wie man sich entscheidet, es ist nie die falsche Wahl. Alle Weingüter sind „herausgeputzt“ und ein Besuch ist immer lohnend. Wir haben einige Weingüter besucht, den Fokus dieses Mal jedoch nicht auf die Weinverkostung gelegt, sondern auf die Gebäude/Umgebung/Aussicht. Es war uns einfach zu heiß – bei Temperaturen zwischen 35 und 40 Grad geht der Alkohol gleich dermaßen ins Blut und das macht uns dann einfach keinen Spaß. Wer meint, dies könnte auch an der fehlenden Einkaufsmöglichkeit liegen, den muss ich enttäuschen. Die meisten Güter arbeiten mit einem Unternehmen zusammen, dass die Weine aus Deutschland direkt zu einem nach Hause schickt ohne lästige Zollformalitäten. Einem Großeinkauf würde damit also nichts im Wege stehen. Wir haben unseren Einkauf schon in Buitenverwachting bei Constantia (Kapstadt) vorgenommen, dem Lieblingsweingut meines Mannes und haben somit unserer „Pflicht“ bereits genüge getan.

Nachfolgende Empfehlungen können wir geben bzw. haben uns sehr gut gefallen:

– Abendessen im Ouvertüre im HiddenValley Wine Estate. Ausgezeichnetes Essen mit einer herausragenden Aussicht.

– Ein Glas Sekt zum Sundowner auf der Terrasse von Delaire Graff Estate am Helshoogte Pass. Der Ausblick auf die umliegenden Bergformationen ist einfach traumhaft! Das Restaurant ist sehr edel und modern mit Kunst ausgestattet. Das Abendessen dort können wir jedoch nicht empfehlen; die Kombination der Gerichte war für uns etwas eigen und es hat uns nicht sonderlich geschmeckt.

– Mittag-/Abendessen bei Neethlingshof oder bei Boschendal. Bei Neethlingshof fährt man durch eine wunderschöne Allee und man sitzt sehr schön auf der Terrasse des alten kapholländischen Hauses. Boschendal ist ein sehr großes wunderschönes altes Anwesen, das auch zusätzlich mit einem kleinen Museum aufwarten kann.

– Mittagsimbiss bei Peter Falke. Wer möchte, kann sich hier herrlich im Schatten auf der Wiese auf Sitzsäcken mit Blick auf das kapholländische Gebäude lümmeln und die kleinen Snacks genießen.

– Wer es etwas moderner mag, der ist bei Dornier gut aufgehoben. Das Restaurant ist im alten Gebäude untergebracht; die Weinverkostung/-gebäude ist ein sehr moderner Neubau, der sich gut in die Landschaft einfügt. Wir haben dort nicht zu Mittag gegessen, die Speisekarte sah jedoch sehr gut und vielseitig aus.

Wichtig: Die Restaurants fürs Abendessen auf den Weingütern rechtzeitig – am Besten schon von Deutschland aus – vorbestellen. Diese sind immer gut ausgebucht und kurzfristig ist hier i.d.R. nichts zu bekommen.

Man lebt ja bekanntlich nicht vom Wein alleine … Wir haben daher auch die Landschaft der Umgebung auf den beiden nachfolgenden Touren erkundet:

1. Von Paarl über den Bain’s Kloof Pass (R303) nach Rawsonville und von dort über die N1 & den Huguenot Pass nach Franschhoek

Paarl selbst hat -abgesehen von einigen Weingütern- nichts zu bieten. Daher am Besten zügig durchfahren und gleich mit dem Bain’s Kloof Pass beginnen. Der „Aufstieg“ zum Pass erfolgt auf einer normal breiten gut befahrbaren Straße; der Gegenverkehr ist hier absolut kein Problem. Entlang der Straße bieten sich immer wieder Haltemöglichkeiten um die tolle Aussicht zu genießen. Oben angekommen, wird es dann von der Landschaft her eher karg. Viel Gestein mit wenig Grün, aber dennoch faszinierend. Die Passstraße windet sich am Berg entlang nach unten. Ein kleines Flüsschen oder eher mehr ein Rinnsal schlängelt sich unten zwischen den Bergen hindurch. Zum Ende des Passes auf der anderen Seite gibt es ziemlich weit unten eine Bademöglichkeit in diesem kleinen Flüsschen/Bachlauf, der von den Einheimischen gut genutzt wird.

Die Landschaft um Rawsonville und entlang der N1 ist sehr eben und weitläufig. Weinfelder sind im Wechsel mit großen ursprünglichen Flächen und Obstplantagen. Auch hier sind entlang der Straße einzelne Weingüter zu finden. Der Blick auf die die Landschaft umgebenden Berge ist einfach grandios und es bieten sich immer neue Blickwinkel und Perspektiven. Der Huguenot Pass wird sogar von LKWs befahren – auch er ist breit genug, dass 2 Autos ohne Probleme nebeneinander fahren können. Oben an der höchsten Stelle bieten sich auch hier beeindruckende Aussichten auf die Landschaft. Die ganze Fahrt war sehr kurzweilig und bis wir es gemerkt haben, waren wir schon in Franschhoek. Diese Tour ist daher gut als Halbtagestour zu machen. Wenn man in der Früh nicht allzu spät startet, dann bietet sich ein (evtl. späteres) Mittagessen in Franschhoek an. Franschhoek hat sich angeblich zur kulinarischen Hauptstadt des Westkaps entwickelt und besitzt eine Vielzahl von sehr guten Restaurants. Ob dies stimmt, können wir leider nicht beurteilen, da es bei uns zeitlich nicht mit einem Mittagessen geklappt hat.

Franschhoek ist aus meiner Sicht sehr übersichtlich. Die Geschäfte/Restaurants sind mehrheitlich in der Hauptstraße versammelt. Die Weingüter der Umgebung liegen nicht weit entfernt. Wer diese nicht selbst mit dem PKW anfahren möchte, hat die Möglichkeit mit der „Tram“ (ein offener Bus in Form einer Tram) nach einem festen Fahrplan sich zu den Kellereien der Umgebung chauffieren zu lassen. Das Highlight in Franschhoek ist u.E. jedoch die einmalig Lage in einem Tal, das an drei Seiten von Bergen umschlossen wird. Am Besten ist dies vom Franschhoek Pass aus zu sehen.

2. Fahrt von Franschhoek aus über den Franschhoek Pass und zwei weiterer Pässe nach Hermanus und von dort an der Küstenstraße zurück nach Stellenbosch.

Dieser Tagesausflug sparte wirklich nicht mit Highlights. Allein die Aussicht auf Franschhoek ist einmalig. Ich weiß gar nicht, wir oft wir auf der kurzen Passstrecke nach oben angehalten haben, um den sich immer wieder ändernden Panoramaausblick zu genießen. Davon konnten wir gar nicht genug bekommen. Fährt man den Pass auf der anderen Seite hinunter Richtung Hermanus kommt man durch ein Gebiet, dass landwirtschaftlich von Obstplantagen dominiert wird. Aufgrund der die Obstberge umgebenden oder angrenzenden Berge fühlten wir uns stellenweise an Südtirol erinnert. Alles ist relativ grün und hügelig. Auf jeden Fall eine sehr ansprechende Landschaft, die auch so in Deutschland zu finden sein könnte.

Hermanus ist bekannt für seine Wale, die sich hier im Winter (ungefähr ab Juli) tummeln und ihre Jungen zur Welt bringen. Sie kommen dabei dem Ufer so nahe, dass diese gut von Land aus beobachtet werden können. Es gibt sogar (weltweit einzigartig) einen Walschreier, der mit seinem Muschelhorn durch den Ort zieht und immer die Stellen ausruft, an dem ein Wal gesichtet wurde. Im Sommer sind leider keine Wale zu beobachten. Ein Besuch von Hermanus lohnt aber trotzdem. Es hat eine tolle Küstenlinie, an der es sich wunderbar spazierengehen lässt. Auch kann man hier ganz gut Fisch essen und es bietet sich an, dies bei einem Mittagessen zu tun. Mein Mann ist von Hermanus und seinem Flair ganz begeistert. Er würde am liebsten den ganzen Tag am Meer sitzen und dem Rauschen des Meeres zuhören.

Betty’s Bay – ungefährt in der Mitte zwischen Hermanus und Somerset West  – hat einen wilden langen Strand, der zu einem langen Strandspaziergang einlädt und eine Kolonie von Brillenpinguinen (African oder Jackass Penguins) in der Stony Point Penguin Colony. Um die Pinguine zu schützen wurde das Gebiet abgesperrt und man kann von Holzstegen aus die Pinguine beobachten. Das ganz ist vergleichbar mit der Kolonie am Boulders Beach auf der Kap-Halbinsel. Jedoch ist hier, was den Touristenstrom angeht, erheblich weniger los als am Boulders Beach. Dieser kann jedoch mit dem schöneren Drumherum, d.h. schöneren Lage am Strand aufwarten. In der Stony Point Penguin Colony gibt es am Ende des Holzsteges einen großen Felsen, auf dem unzählige Nester von Kormoranen zu finden sind und man kann den Eltern beim Füttern ihrer Jungen zusehen. Ich bin ein großer Fan von den Pinguinen und könnte ihnen immer stundenlang zusehen. Es ist immer wieder einmalig zu beobachten, wie sie von Ihren Nestern Richtung Meer watscheln oder bergab „hüpfen“. Ich habe jedoch den Eindruck, dass die Pinguine die meiste Zeit faul auf dem Felsen in der Sonne liegen und das Leben genießen. Man könnte auch sagen, sie hätten das Nichtstun perfektioniert. Wir haben uns mehr als einmal gedacht, Pinguin müsste man sein. Betty’s Bay ist allein aufgrund der Pinguine ein Muß!

Die Küstenstraße von Betty’s Bay nach Strand bietet einmalige Ausblicke auf die schroff herabfallenden Felsen und auf lange geschwungene Strände. Um die Aussicht immer wieder sicher genießen zu können, gibt es entlang der Strecke zahlreiche Haltemöglichkeiten. Wir hatten sogar das Glück bei einer dieser Haltemöglichkeiten –wenn auch aus einiger Entfernung, aber doch erkennbar- zwei im Meer spielende Seehunde zu sehen. Auch der Blick auf die Gordons Bay kurz vor Strand hat seinen Reiz. Dieser Tagesausflug war wirklich sehr gelungen und hat uns wahnsinnig viel Spaß gemacht. Er war landschaftlich sehr abwechslungsreich und die Zeit ist auch hier wie im Flug vergangen.

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Helikopterflug zum Cape Point – ein unglaubliches Reise-Highlight

Im 4ten Anlauf hat es endlich geklappt. Der Wind hatte nun endlich entsprechend abgeflaut und dem Rundflug zum Cape Point/Kap der guten Hoffnung mit dem Helikopter stand nichts mehr im Wege. Wir waren nur zu zweit und hatten damit automatisch die besten Plätze im Helikopter. Neben dem Piloten wird immer die an Gewicht leichteste Person positioniert. Es darf geraten werden, wer dies wohl war. Somit hatte ich mal wieder den besten Blick – juchhuuuu!!! In der Beziehung hat mein armer Mann leider keine Chance gegen mich, egal wie sehr er sich auch anstrengen wird.

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