Die Städte im Rioja-Gebiet

Restorante Iruna
Restorante Iruna in Logrono

Im Rioja-Gebiet lockt nicht nur der Wein und die tolle Landschaft. Es gibt auch einige nette kleinere und größere Städte zu sehen. Wobei ich ehrlicherweise sagen muss, wir sind nicht so die Stadt-Freunde. Meist geht es uns so, dass wir am Anfang voller Enthusiasmus mit der Erkundung der Ortschaften beginnen. Im Verlauf der Reise lässt dieser jedoch merklich nach. Ab einem gewissen Punkt stellen wir nämlich immer wieder fest, dass sich die Städte sehr stark ähneln bzw. wir schon einmal alles gesehen haben. Der Reiz des Neuen ist einfach verflogen. So erging es uns auch in Spanien bzw. im Rioja-Gebiet. 

Auf unserer Fahrt haben wir in Tudela (gehört noch zum Gebiet Navarra), Logroño und Vitoria (Gasteiz) einen Besichtigungs-Stopp eingelegt. Alle Ortschaften waren ganz nett. Allerdings finden wir, dass ein extra Hinfahren zur Besichtigung nicht unbedingt lohnt. Ein kurzer Stopp z.B. auf einen Kaffee oder ein Mittagessen ist ganz ok, wenn sie sich entlang der Fahrstrecke befinden.

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Außergewöhnliche Architektur der Bodegas im Rioja

Lopez de Heredia-Tondonia
Lopez de Heredia-Tondonia

Wie mittlerweile überall in den Weinregionen auf der Welt, so findet man auch im Rioja architektonisch sehr außergewöhnlich gestaltete Kellereien. Wir haben mittlerweile das Gefühl, dass sich die großen und bekannten Kellereien bei Neubauten gegenseitig übertrumpfen wollen. Wichtig scheint dabei fast immer zu sein, dass es ein außergewöhnlicher und weltbekannter Architekt ist. Kosten und Mühen spielen hier dem Anschein nach keine große Rolle.

Architektonisch sehr besonders und dabei vom jeweiligen Baustil doch komplett sehr unterschiedlich sind (in Reihenfolge unserer Präferation): Marques de Riscal (Frank Gehry), Ysios (Santiago Calatrava), Baigorri (Iñaki Aspiazu) und Lopez de Heredia-Tondonia (Zaha Hadid).

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Auf Wein-Erkundungstour im Rioja-Gebiet

Kellerei Lopez de Heredia-Viña Tondonia
Ein Gläschen bei Heredia-Viña Tondonia

Wein-Verkostungs-Odyssee im Rioja

In Sachen Wein macht uns Weinliebhabern so schnell keiner was vor. Das meinten wir zumindest bis wir mit unserer Wein-Tour im Rioja begonnen haben. Naiv wie wir waren dachten wir es läuft so ab, wie z.B. in Frankreich oder Italien. D.h. es gibt zumindest bei den großen und bekannten Weingütern einen Verkaufsraum in dem die verschiedenen Weine auch verkostet werden können. Aber Pustekuchen. Sofern man nicht vor verschlossenen Türen stehen möchte ist bei den meisten dafür eine Voranmeldung notwendig. Und bei denen, die einen separaten Verkaufsraum haben ist eine Verkostung ohne Buchung einer Kellereiführung meist nicht möglich. Man kann/muss dann stattdessen die einzelnen Weine glasweise kaufen. Wir haben grundsätzlich kein Problem mit dem Bezahlen. Es soll ja auch keine „Freibierveranstaltung“ sein. Wenn der Weinproduzent jedoch eine ganze Reihe an unterschiedlichen Weinen hat, ist es unmöglich von jedem ein ganzes Glas zu trinken. Auch wenn man sich zu zweit ein Glas teilt. Und schließlich will man ja auch nur einen „Mund voll“ davon probieren und nicht ein ganzes Glas trinken. Insbesondere dann nicht, wenn einem der Wein vielleicht gar nicht zusagt.

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Olivenöl-Verkostung bei Artajo

Die Olivenöle
Die Olivenöle

Von Zaragoza ging es durch die Region Navarra ins Rioja-Gebiet. Auf der Suche nach unserem nächsten Übernachtungsplatz auf der Strecke sind wir durch Zufall auf den Olivenöl-Produzenten Artajo in Fontellas gestoßen. Denn dieser bietet an seinem Produktionsstandort für Wohnmobilisten einen kostenlosen Übernachtungsplatz an. An alles wurde dabei gedacht. Neben Ent- und Versorgung gibt es sogar eine Grillmöglichkeit und einen Picknickbereich. Wir standen sehr idyllisch an einem kleinen Teich mitten im Nirgendwo. Umgeben von Olivenbäumen und mit tollem Blick auf die zum Teil schneebedeckte Bergkette im Hintergrund. Ein supertoller Übernachtungsplatz. Und zu unserem großen Glück waren wir auch noch die einzigen Übernachtungsgäste. 

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Zaragoza, Hauptstadt von Aragón

Zaragoza

Kurze Stippvisite in Zaragoza

Auf unserem Weg nach Bilbao haben wir einen kurzen Zwischenstopp in Zaragoza eingelegt. Zaragoza ist die fünftgrößten Stadt Spaniens. Hätten wir auf diese Stippvisite verzichtet, dann hätten wir auch nicht viel verpasst. Aber hinterher ist man meistens schlauer. Und es ist ja bekanntlich auch immer eine persönliche Geschmacksfrage. Dem einen gefällt es, dem anderen nicht. Mein Mann und ich waren uns jedoch darüber einig, dass die Stadt so gar nicht unsere ist. Sie hatte für uns einfach kein Flair. Typisch Großstadt halt. Mit einem kleinen Altstadtkern in dem sich alles Sehenswerte befindet. 

Plaza del Pilar, Zaragozas Hauptanziehungspunkt

Zaragozas Hauptsehenswürdigkeiten gruppieren sich um die Plaza del Pilar. Der sehr große Platz wird beherrscht von der Basílica de Nuestra Señora del Pilar. Aufgrund ihrer Größe springt sie einem sofort ins Auge. Die Basilika mit ihren 11 mit bunten Ziegeln besetzten Kuppeln ist auch wirklich sehr eindrucksvoll. Im Inneren ist alles vom Feinsten. Die Orgel, das Chorgestühl und der Altar sind sehr aufwendig gestaltet und verziert. Auf uns wirkten die Kuppeln und die Gänge im Inneren der Basilika von der Art der Ausschmückung eher wie ein Gang oder eine Empfangshalle in einem Schloß. 

Die um die Ecke liegende Markthalle wird gerade komplett saniert. Sie wurde dafür vollständig entkernt. Es steht nur noch ihr eingehülltes Gerippe. Für uns vollkommen unspektakulär sind die Restteile der römischen Stadtmauer. Hätten wir nicht aus dem Reiseführer davon gewusst, wir hätten es als solche nicht identifiziert. Zaragoza hat auch ein paar Museen zu bieten. Die haben uns allerdings von der Thematik nicht interessiert. 

Die Aljafería, eines der schönsten Gebäude Zaragozas

Die Aljafería ist ein maurischer Palast aus dem 11. Jahrhundert. Er wird als das schönste Gebäude Zaragozas bezeichnet. In unserer „Verzweiflung“ bzw. Suche nach dem Besonderen der Stadt haben wir das Gebäude besichtigt. Es hat es allerdings nicht mehr herausgerissen.

Fairerweise müssen wir sagen, dass der Palast von außen schon sehr beeindruckend und schön ist. Besonders sehenswert im Inneren ist im Erdgeschoß der Bereich des islamischen Teil des Palastes, insbesondere die nördliche Säulenhalle. Die maurische Bauart mit ihren kunstvollen ornamentalen Ausschmückungen hat uns schon immer angezogen. Allerdings ist dieser Bereich sehr übersichtlich und schnell besichtigt. Die anderen Räumlichkeiten auf den anderen beiden Etagen sind unseres Erachtens eher unscheinbar. Abgesehen von ein paar wunderschön bemalten Holzdecken. 

Ob es sich dafür allerdings lohnt einmal quer durch die Innenstadt zu laufen und Eintritt zu bezahlen muss jeder für sich selbst entscheiden. Für uns stand die „Herrlichkeit“ jedoch in keinem Verhältnis zum „Aufwand“. Dies kann jedoch auch daran liegen, dass wir in der Vergangenheit schon einige tolle und herausragende Gebäude im maurischen Stil besichtigt haben. Im Vergleich zu diesen kann die Aljafería leider im Inneren nicht mithalten.

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Valencia, drittgrößte Stadt Spaniens

Valencia
Valencia, geschäftiges Handels- und Industriezentrum

Valencia, geschäftiges Handels- und Industriezentrum

Valencia liegt inmitten der Huerta, einer Ebene voller Obst- und Gemüseplantagen. Auf unserem Weg nach Valencia reihte sich eine Orangen- und Olivenbaumplantage an die andere. Wir konnten uns dabei gar nicht vorstellen, dass Valencia als drittgrößte Stadt Spaniens ein geschäftiges Handels- und Industriezentrum ist. Allerdings, je näher wir der Stadt kamen um so mehr wurde uns das vor Augen geführt.

Da waren zum einen die Fabrikgebäude der Fliesenproduzenten entlang der Straße nach Valencia. Die Stadt verfügt nämlich über eine bedeutende Keramikproduktion. Einen Produzenten, Porcelanosa, kannten wir sogar aus den Zeiten unseres Badumbaus. Die haben nämlich auch einen Showroom in München. An Valencia grenzt zudem ein breiter Industriegürtel. Den haben wir bei unserer Anfahrt auch noch gestreift. Und es gibt auch einen Containerhafen. Die Beschaulichkeit der Huerta ist damit dann gleich ganz schnell Vergangenheit. 

Um zu unserem Campingplatz zu gelangen mussten wir mit dem Wohnmobil mitten durch die Stadt. Für mich der reinste Alptraum. Eine Verkehrsdichte und ein Gewusel, das seinesgleichen sucht. Dazu noch eine für mich nicht immer eindeutige Straßenführung. Zum Teil auch noch über mehrere Spuren hinweg. Ich war während der Fahrt total gestresst und richtig froh, als wir wohlbehalten am Campingplatz angekommen sind. Und ich war ja nur der Beifahrer! Mein Mann kann über so was nur lachen. Er meint, ich müsse in dieser Beziehung gelassener werden. Vielleicht hat er ja Recht …?

Valencia, Stadt der Gegensätze

Das Zentrum von Valencia ist sehr belebt. Es ist immer etwas los; die Straßen stets voller Leute. Auf uns wirkte Valencia mit seinen großen und eleganten Gebäuden sehr mondän. Der Baustil einzelner Häuser erinnerte uns dabei vielerorts an London. Und stellenweise fühlten wir uns auch wie nach London versetzt. Im alten Viertel El Carmen geht es dagegen beschaulicher zu. Auch die Atmosphäre ist dort eine komplett andere.

Die vielen alten Denkmäler in der Stadt fördern aus unserer Sicht zusätzlich den Kontrast zwischen neu/modern und alt/geschichtsträchtig. Die meisten davon sind von der Plaza del Ayuntamiento gut zu Fuß zu erreichen. Alles liegt sehr kompakt zusammen. Innerhalb von 2 Tagen konnten wir alles für uns Interessante besichtigen und uns ausgiebig durch die Gassen treiben lassen. Allerdings haben wir dabei weder die Kathedrale von innen besichtigt noch ein Museum besucht. Ich fand sogar auch noch die Zeit, mir die Haare schneiden zu lassen. Dank der Empfehlung meines Frisörs daheim ist dieses „Abenteuer“ gut ausgegangen. Und das, obwohl ich kein Spanisch spreche und der Frisör so gut wie kein Englisch. Oh Wunder, ich war sogar im Großen und Ganzen mit dem Ergebnis auf meinem Kopf zufrieden. Und wer mich kennt weiß, dass das schon was heißt! 

Valencias zerstreute Shopping-Meilen 

Zum Shoppen finde ich Valencia ein wenig anstrengend. Ich hatte den Eindruck, dass die Haupt-Geschäfte nicht konzentriert in einer Straße oder in einem überschaubaren Bereich liegen. Bei uns in München konzentriert sich alles so schön auf Kaufinger-, Sendlinger-, Theatiner- und Maximilianstraße. Und die liegen auch noch so nahe beieinander bzw. gehen ineinander über. Valencia empfand ich dagegen als sehr zersplittert. Ein kleiner Fußgängerbereich hier, ein paar Einkaufsstraßen hier und dort, ein Einkaufszentrum gegenüber der Ciutat de les Arts i de les Ciències usw. Und bis man sich versieht, ist man auf dem Weg quer durch die ganze Stadt. Nachdem unser Fokus nicht auf Shoppen lag, hat es uns Gott sei Dank nicht tangiert. Und Shoppingbegeisterte brauchen halt dann gutes und bequemes Schuhwerk und vor allem Ausdauer. 

Valencias Markthalle ist Europas schönste und größte 

Besonders schön und absolut sehenswert fanden wir Valencias Markthalle, den Mercado Central. Er ist in einem wahrlich imposanten Jugendstilgebäude aus Eisen und Glas untergebracht. Er gilt zu Recht als eine der schönsten und größten Markthallen Europas. Der Mercado Central konzentriert sich auf Lebensmittel aller Art. Im Gegensatz zu Barcelona gibt es keine Bistros oder ähnliches. Ich habe nur eine einzige Möglichkeit entdeckt, wo man sich hinsetzen und etwas essen konnte. Die Markthalle ist daher wirklich nur zum Anschauen und Durchschlendern geeignet, jedoch nicht zum Mittagessen. Es sei denn man steht auf Obstsalat aus dem Becher oder einem Sandwich aus der Hand. Es gibt aber mehr als genug Restaurants, Cafes und Tapas-Bars drum herum. Hunger muss wahrlich keiner leiden. 

Valencias Ciutat de les Arts i de les Ciències 

Die moderne Kunst- und Wissenschaftsstadt Ciutat de les Arts i de les Ciències liegt außerhalb des Stadtzentrums. Dennoch ist sie auch gut und einfach vom Zentrum zu Fuß zu erreichen. Schneller geht es jedoch mit dem Bus, der direkt vor den Gebäuden hält. 

Der Komplex am Hafen fällt jedem sofort ins Auge. Mit seinem 5 sehr futuristischen Gebäuden zieht er auch sofort alle Blicke auf sich. Denn die sind dort schon sehr einzigartig und speziell. Sie wurden um ein gigantisches Wasserbecken gruppiert. Das ganze Ensemble aus Wasser, Glas und weißem Stahl übte eine fast magische Anziehungskraft auf uns aus. Wir fühlten uns auf jeden Fall wie in die Zukunft versetzt. Der Besuch der Ciutat de les Arts i de les Ciències ist für uns ein absolutes Muss. Und das nicht nur für Architekturfreaks. 

Je nach Standort und Blickwinkel schauen die Gebäude immer anders aus. Es ist wirklich notwendig, um alle Gebäude herumzugehen. Denn erst dann erkennt man, welche Form der Architekt Santiago Calatrava den Gebäuden gegeben hat. Der Palau d les Arts (Konzerthalle) hat z.B. die Form eines Fisches. Und L’Hermisferic (Kino und Planetarium) wurde wie ein Augapfel gestaltet. Über den Parkdecks erhebt sich die gigantische Gartenpromenade L’Umbracle. Ein Teil davon ist eine große Bar. Ich stelle es mir schön vor, hier abends mit einem Getränk zu sitzen und die beleuchteten Gebäude zu genießen. Bei unserem Besuch hatte ich den Eindruck, dass sie gerade erst dabei sind die Bar herzurichten und zu bestücken. Mit abendlichem Genuss war dann leider nichts.

Fazit unseres Valencia Besuches

Valencia ist wirklich eine ganz nette Stadt. So richtig begeistern konnten wir uns allerdings nicht für die Stadt. Man kann auch sagen, der Funke ist trotz allem nicht auf uns übergesprungen. Es hat uns irgendetwas gefehlt. Auch wenn wir es nicht konkret in Worte fassen können was es ist. Die 2 Tage Valencia waren daher für uns vollkommen ausreichend. Im Gegensatz zu z.B. London oder Rom reicht für uns ein einmaliger Besuch vollkommen aus.

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Montserrat, das religiöse Wahrzeichen Kataloniens

Kerzen
Kerzen

Montserrat, die Wallfahrtsstätte „Unserer Lieben Frau von Montserrat

Montserrat ist vermutlich für jeden gläubigen Katalanen das Pilgerziel schlechthin. Handelt es sich doch dabei um das kulturelle, spirituelle und religiöse Wahrzeichen von Katalonien. Es liegt im Naturpark Montserrat in einer sehr faszinierenden Natur. Unterhalb des östlichen Gipfels des Gebirgsmassives befindet sich das Benediktinerkloster Santa Maria de Montserrat, das der Schutzheiligen Kataloniens geweiht ist. Angebetet wird hier die Statue der Jungfrau „Unserer Lieben Frau von Montserrat. 

Der Anblick des Klostergebäudes inmitten der Gebirgswelt hat schon etwas Einzigartiges. Das Gebirgsmassiv erscheint wie aneinandergereihte Finger, die sich in den Himmel strecken. Wirklich sehr eindrucksvoll. Der nicht gerade kleine Klosterkomplex wirkt im Vergleich dagegen richtiggehend winzig.

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Die Fondació Miró – Mirós Vermächtnis

Miró, herausragender Vertreter des Surrealismus 

Der 1893 in Barcelona geborene Künstler zählt mit zu den herausragenden Vertretern des Surrealismus. Er experimentierte mit verschiedenen Kunstrichtungen bevor er mit dem Surrealismus in Kontakt kam. 1956 zog er nach Mallorca. Die Größe des dortigen Ateliers ermöglichte ihm die Erstellung von großformatigen Bildern. Bis zu seinem Tod in 1983 arbeitete Miró ununterbrochen. Dabei änderte er im Laufe seiner Schaffenszeit mehrmals seinen Stil. 

Miró führte in seine Werke charakteristische Erkennungsmerkmale ein, seine persönliche Ikongrafie. Dadurch haben sie einen hohen Wiedererkennungswert. In seine Bilder flossen seine persönlichen Traumbilder und -symbole ein. Figuren, Linien und Flecke wiederholen sich in ihnen. So finden sich in seinen Werken z.B. immer Sterne, Punkte, Vögel oder Frauen mit 3 abstehenden Haaren. 

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Picasso – Die besondere Ausstellung in Barcelona

Das sehenswerte Picasso Museum in Barcelona

Das Picasso Museum im Stadtviertel Ribera ist für uns aus zwei Gründen sehenswert. Da ist zum einen der Gebäudekomplex selbst und zum anderen die Konzeption der Ausstellung. 

Die Sammlung ist in 5 nebeneinanderliegenden alten Herrschaftssitzen des früheren Adels untergebracht. Ihr ursprüngliches Äußeres wurde bewahrt. Alle haben die gleiche Struktur. Sie sind um einen Innenhof herum angerichtet. Die Ausstellungsräume im Inneren selbst sind sehr nüchtern und modern gehalten. Das sie sich in einem Komplex von alten Adelspalästen befinden ist für den Betrachter von innen nur schwer zu erkennen. Einzig im Saal des Palau del Baró de Castellet ist noch die alte Pracht und Herrlichkeit zu sehen. Sie steht im besonderen Kontrast zu den in weiß gehaltenen Ausstellungssälen. 

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Gaudí – Auf den Spuren eines einzigartigen Architekten

Wahrzeichen
Das Wahrzeichen Barcelonas

Gaudí, ein Hauptvertreter der Modernisme

Gaudí war ein Hauptvertreter der Modernisme. Dabei handelt es sich um einen gegen Ende des 19 Jahrhunderts in Barcelona entstandenen Stil in Kunst und Architektur, eng verwandt mit dem Jugendstil. 

Inspiriert wurde Gaudí durch die Formen und Gesetze der Natur. Er nahm viele der natürlichen Formen in seinen Arbeiten auf. Er liebte u.a. auch Kurven. Dies wird besonders in der gewellten Fassade der Casa Milá deutlich. Auch seine Vorliebe für bizarr und auffällig geformte Türme werden in seinen „Werken“ offenbar. Gaudí war zudem in seiner architektonischen Arbeit weit der Entwicklung voraus. Er nahm z.B. bereits das Konzept des Freigeschosses voraus, dass erst 20 Jahre später von den Rationalisten entwickelt wurde. Dieses Konzept bedeutet, dass durch eine besondere Bauart auf tragende Wände verzichtet werden kann. Auch war er Anfang des 20ten Jahrhundert einer der ersten in Spanien, die eine Tiefgarage errichteten. 

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